Städtebau

Hafencity: Im Frühjahr geht's los

Geesthacht. Es ist quasi die Krönung des Städtebauprojekts "Geesthacht an die Elbe": Im Frühjahr rollen am Elbufer die Bagger, die ersten Häuser in der Hafencity entstehen.

Bebaut wird ein 1,6 Hektar großes Areal im Osten des Planungsgebiets, auf dem früher die Firma Bankel Ofenkeramik ihren Sitz hatte. Bis 2025 soll das Gelände dann nach Westen wachsen.

Die Projektentwickler Knut Boockhoff und Jens Nowakowitsch bieten als "Hafencity Geesthacht GmbH" im ersten Bauabschnitt vier Stadthäuser für betreutes Wohnen an der Steinstraße Kapitalanlegern als komplette Immobilie an. Dazu kommen 35 Wohnungen in fünf Gebäuden auf dem restlichen Grundstück entlang der Promenade an der Hafenkante, die direkt verkauft werden sollen. Gleiches gilt für die Gewerbeflächen, die sich an der neun Meter breiten Promenade befinden, die öffentlich zugänglich ist und Platz für ein Café oder ein Restaurant sowie weitere Gewerbetreibende bietet. "Wie die Wohnungen auch, werden wir diese Flächen im erweiterten Rohbauzustand anbieten. Das heißt, die Käufer können sich den Ausbau ihres Eigentums individuell gestalten", sagt Boockhoff. Die Wohnungen haben auf der Rückseite den Zugang auf Erdgeschossniveau, allerdings überragt das Erdgeschoss die Promenade teilweise. Darüber befinden sich das erste Stockwerk und ein Dachgeschoss.

"Die Wohnungen sind alle gleichartig, so dass es je nach Wunsch einen Gartenanteil mit Terrasse im Erdgeschoss, einen schönen Ausblick im ersten Stock oder ein Penthouse mit richtiger Dachterrasse ganz oben gibt", berichtet Nowakowitsch. Grundsätzlich sind je Etage zwei Wohnungen geplant, allerdings könnten Käufer sich auch eine komplette Fläche kaufen und sich darin eine große Wohnung einrichten. Die böte dann 190 Quadratmeter - im Dachgeschoss zuzüglich 160 Quadratmeter Dachterrasse. "Wir haben für die 35 Wohnungen bereits 20 Vormerkungen, aber es ist noch nichts vergeben", sagt Nowakowitsch. Das gilt auch für die Gewerbeeinheiten mit Größen zwischen 75 und 200 Quadratmetern.

Nach dem offiziellen Baustart muss zunächst das Gelände abgeschoben werden, weil es deutlich zu hoch aufgeschüttet ist. Dann wird eine Spundwand gerammt, die die Promenade stützt und den Hochwasserschutz gewährleistet. Anschließend müssen 440 jeweils 13 Meter in den Boden ragende Bohrpfähle betoniert werden, um das gesamte Vorhaben zu tragen. "Etwa drei Monate nach Baustart kann der Hochbau beginnen", sagt Boockhoff.

Der erste Bauabschnitt der Hafencity Geesthacht GmbH wird mit Fernwärme und Glasfasertechnologie der Stadtwerke Geesthacht erschlossen. "Eine moderne Architektur und ein entsprechend fehlendes Angebot in Geesthacht stimmen uns für die Entwicklung positiv", ist Nowakowitsch von einem Erfolg des Projekts überzeugt.