Archivgemeinschaft

Museumsleiter kümmert sich um Stadtgeschichte

Geesthacht (tja). Fünf Jahre lang wird Museumsleiter Wolf-Rüdiger Busch in Personalunion nach der Pensionierung von Archivar Dr. William Boehart auch das Geesthachter Stadtarchiv betreuen.

Für die Stadt Geesthacht bedeutet diese doppelte Aufgabe Buschs jährliche Einsparungen von rund 30 000 Euro. Denn die Stadt lässt ihre Mitgliedschaft in der Archivgemeinschaft, die Boehart für Geesthacht, Lauenburg, Schwarzenbek, Wentorf und das Amt Hohe Elbgeest betreut hatte, ruhen, muss deshalb vorerst dort keine finanziellen Leistungen tätigen. Die Archivgemeinschaft hat Dr. Anke Mührenberg als Nachfolgerin eingestellt, allerdings zu deutlich günstigeren Konditionen als sie Boehart erhalten hatte, so dass auf die vier anderen Partner keine erhöhten Kosten zukommen.

"Es war mein Ziel, wieder hier in den Kreis kommen zu können", erklärt Anke Mührenberg. Ihre Familie stammt aus dem Lauenburgischen, sie selbst ist gebürtige Lübeckerin, hatte zuletzt als Museumsleiterin und stellvertretende Leiterin des Stadtarchivs in Karlsruhe gearbeitet. Für die Rückkehr in den Norden nimmt sie die durch die ruhende Mitgliedschaft der Stadt in der Archivgemeinschaft begründeten finanziellen Einbußen in Kauf. "Ich möchte eben gern wieder in dieser Region arbeiten, das Herzogtum ist es mir wert", sagt sie.

Busch wird nun das Archiv der Stadt Geesthacht im Keller des Rathauses betreuen und weiterhin Veranstaltungen im Museum organisieren. Im Archiv unterstützen ihn die Mitglieder des Heimatbund und Geschichtsvereins. Allerdings wird bei den laufenden Einsparbemühungen langfristig ein Konzept nötig sein, wie die Geschichte in Geesthacht weiterhin erlebbar bleibt. Nach jetzigen Plänen will sich die Stadt Geesthacht nach der Pensionierung von Wolf-Rüdiger Busch 2017 wieder voll in der Archivgemeinschaft engagieren. Immerhin zahlt die Geesthacht wegen ihrer Größe ein Drittel der Kosten.

Anke Mührenberg zurück im Norden