WVG-Forderung

Weiter für Bahnanschluss kämpfen

Geesthacht (ger). Eine Wiederaufnahme der Bahnverbindung zwischen Geesthacht und Nettelnburg ist möglich - das sagt zumindest die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS), die in Kürze eine Arbeitsgruppe und ein neues Gutachten initiieren will (wir berichteten).

Bei Stadt und Politik rennen die Planer damit überwiegend offene Türen ein, allerdings gibt es noch viele Fragen zu klären. "Auch die Wirtschaftliche Vereinigung Geesthacht ist vom Grundsatz her für eine Bahnanbindung", sagt WVG-Sprecher Paul Apel. Gleichzeitig appelliert die Vereinigung an die Parteien, die Planungen ernsthaft zu verfolgen. "Wir haben ein bisschen den Eindruck, dass der Bahnanschluss nur ein Wahlkampfthema ist, das nach der Wahl im Mai ganz schnell wieder in der Schublade verschwindet. Das darf nicht passieren", sagt Apel.

Die WVG sieht in der Bahnanbindung sowohl einen Zuwachs an Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Geesthacht, als auch ein Plus für die Bürger. "Allerdings dürfte dann der bisherige Busverkehr nicht leiden. Das würde zu Lasten vieler Menschen in der Oberstadt gehen, die dann erst mal quer durch Geesthacht zum Bahnhof müssten, statt direkt in den Bus nach Bergedorf zu steigen", so Apel.