Flüchtlingshilfe

Politiker stimmen gegen Ansiedlungsprogramm

Geesthacht (knm). Geesthachts Sozialpolitiker haben sich mehrheitlich gegen die Unterstützung der Initiative "Save me" ausgesprochen.

Die Uno sucht in Neuansiedlungsprogrammen (Resettlement) für 180 000 Menschen im Jahr einen neuen Ort zum Leben. "Im Gegensatz zu den USA, Australien, Schweden und Kanada hat sich Deutschland an diesem Programm bisher im Prinzip nicht beteiligt", sagt Reinhard Pohl vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit Peter König von der evangelischen Gemeinde Geesthacht hatte er deshalb im Sozialausschuss im Juni die Initiative "Save me" vorgestellt, die eine unbürokratische Aufnahme von Flüchtlingen im Kreis vorsieht. Christoph Wieck, Fachdienstleiter Soziales, kündigte jetzt allerdings an, dass 2013 zusätzliche Asylbewerber nach Geesthacht kommen. Sven Minge (CDU) meinte: "Solche Entscheidungen sind nicht Aufgabe einer Stadt."