Kommentar

Schweres Erbe

Nein, es ist kein Haushalt der Grausamkeiten. Alles andere hätte sechs Monate vor der Kommunalwahl auch kaum jemand ernsthaft erwartet - schließlich kosten tiefe Einschnitte Wählerstimmen.

Vereine und andere lieb gewonnene Einrichtungen haben dafür nach Jahren der drastischen Kürzungen endlich wieder ein Stück Planungssicherheit. Stattdessen schiebt die Stadt Investitionen und versucht beim Briefporto zu sparen. Aber reicht das? Nein. Der städtische Sparstrumpf ist fast leer und auch die Euro-Krise wird sich bei den städtischen Einnahmen bemerkbar machen. Die Wählerstimmen sind teuer erkauft - denn die neue Ratsversammlung übernimmt im Mai ein schweres Erbe. Um es nicht noch schwerer zu machen, wären die Parteien gut beraten, sich keine Wählerstimmen mit teuren Wahlkampfgeschenken zu kaufen - und die teuersten Baustellen der Stadt wie das Seniorenheim am Katzberg oder die marode Fußgängerzone schnell und zielführend nach der Wahl abzuarbeiten.