HZG-Reaktor

Forschungszentrum setzt Dialog fort

Geesthacht (ger). Bis zum Jahr 2030 sollen vom Gelände des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) alle strahlenden Überreste des ehemaligen Forschungsreaktors sowie des Atomschiffs "Otto Hahn" verschwunden sein.

Den Weg hin zur grünen Wiese will das HZG in einem offenen Dialog gestalten (wir berichteten). Jetzt gehen die Gespräche weiter: Mitte Januar soll die nächste öffentliche Diskussion starten. Darauf haben sich die bei der ersten Anhörung gewählte Vorbereitungsgruppe aus Geesthachter Bürgern, Politikern, der Elterninitiative Geesthacht, Atomkraftgegnern sowie Vertretern von Umweltorganisationen zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum verständigt.

Im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stehen diesmal ausschließlich Details zur geplanten Stilllegung des Forschungsreaktors. Die Mitarbeiter des HZG wollen auf technische und rechtliche Rahmenbedingungen, gutachterliche Verfahren sowie die Abwägung der Alternativen eingehen.

Die Diskussion soll dabei Einfluss auf das gesamte Stilllegungsverfahren haben: "Da wir die Fragen und Anregungen der Bevölkerung sehr ernst nehmen, werden wir den Stilllegungsantrag erst nach der Januar-Veranstaltung 2013 einreichen", betont HZG-Sprecher Dr. Torsten Fischer. Eigentlich sollte der Antrag bereits in diesem Monat bei der Atomaufsicht in Kiel eingereicht werden - allerdings gab es bei der ersten Diskussionsrunde Kritik, dass die Teilnehmer durch das hohe Tempo bei der Stilllegung vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Darauf hat das Helmholtz-Zentrum jetzt reagiert.

Doch nicht nur die Stilllegung des Forschungsreaktors sorgte bei den bisherigen Teilnehmern des Dialogs für Fragen. So gab es auch großes Interesse an der Aufarbeitung der Geschichte des GKSS-Forschungszentrums - insbesondere zu Versuchen rund um den Atomreaktor des Forschungsschiffs "Otto Hahn". Auch diese Fragen sollen in den kommenden Monaten beantwortet werden.

Ein genauer Termin für die nächste Diskussion soll in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden. Um die Anfahrt zu vereinfachen, will das HZG für die zweite Dialog-Runde einen kostenlosen Bus-Shuttle einrichten.