Geschichtswettbewerb

Sie sind jetzt auch Buchautoren

Geesthacht. Ein Jahr lang forschten sie mit immensem Engagement zum Thema "Dönitz-Affäre". Und im November 2011 ernteten sie den Erfolg:

Die Ex-Schüler der 13a des Otto-Hahn-Gymnasiums und ihre Lehrerin und Tutorin Susanne Falkson fuhren nach Berlin, um im Schloss Bellevue als einer der fünf Bundessieger den ersten Preis im Geschichtswettbewerb abzuholen. Thema: "Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte". Den Siegertitel hatten sich die Geesthachter Gymnasiasten mit ihrem Beitrag "Die Dönitz-Affäre. Der Großadmiral und die kleine Stadt" geholt (wir berichteten).

Der skandalöse Auftritt des Hitler-Nachfolgers, Chefs der Kriegsmarine und NS-Großadmirals Karl Dönitz am 22. Januar 1963 im Geesthachter Gymnasium, dessen faschistoiden Ausführungen über Strategien und Kriegsführungstaktiken, die dadurch weltweit ausgelöste Entrüstung, der immense Druck, der den Freitod des Schulleiters Georg Rühsen zur Folge hatte: Die Brisanz des Dönitz-Auftritts am Neuen Krug entsprach perfekt dem Wettbewerbsthema.

"Nun ist ein Buch mit fünf ausgewählten Beiträgen des Wettbewerbs erschienen, darunter unsere Arbeit", freut sich die OHG-Lehrerin Susanne Falkson. In "Skandale in Schleswig-Holstein" geht es neben der Dönitz-Affäre um die Abgeordneten des Schleswig-Holsteinischen Landtags nach 1945, den Skandal um den "Euthanasie"-Arzt Werner Heyde in den ost- und westdeutschen Medien, den skandalösen Fall des "Euthanasie"-Mediziners Kurt Borm und den "Pastoren-Skandal" in Rellingen 1978-1980.

Das Buch "Skandale in Schleswig Holstein. Beiträge zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten", herausgegeben von Sönke Zankel, umfasst 240 Seiten und kostet 9,90 Euro. Es ist im Buchhandel erhältlich, außerdem ab der kommenden Woche im OHG-Sekretariat am Neuen Krug 5.