Erziehung

Von "Mama-Problemen" und offenen Gesprächen

Geesthacht (knm). Sie würden oft über "typische Mama-Probleme" sprechen, sagt Meike Rosenberg und schmunzelt.

Was das ist? "Na ja, zum Beispiel, wenn das Kind in die Trotzphase kommt. Es ist schön zu merken, dass andere Mütter die gleichen Probleme haben", findet die 31-jährige Geesthachterin. Und, dass auch anderen Müttern zu Hause mal die Decke auf den Kopf fällt. Deshalb sei der Treff "Offene Räume" vom Verein für Soziale Dienste St. Salvatoris eine willkommene Abwechslung.

Hier können Erziehende, egal ob Mama, Papa, Opa oder Tante, zusammen mit ihren Schützlingen (bis drei Jahren) herkommen. Sie können sich untereinander austauschen, erhalten aber auch fachmännische Beratung von Diplom-Pädagogin Nicole Braczek. "Wir möchten damit ein niedrigschwelliges, kostenfreies Angebot vorhalten, um die Erziehenden zu unterstützen", erklärt Nicole Braczek. Sie leitet den Treff am Montag im Haus des Vereins an der Rudolf-Messerschmidt-Straße 8 von 9 bis 11 Uhr. Das Angebot wird von der Stadt finanziert. Ein weiteres Treffen, finanziert vom Kreis, findet jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr in den Räumen der Freien ev. Gemeinde am Barmbeker Ring 15 statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, auch Schwangere sind willkommen.

Der Verein für Soziale Dienste St. Salvatoris wurde 1976 von Kirche, Stadt und Kreis in Geesthacht gegründet. "Ursprünglich mit dem Ziel die Probleme im damaligen Obdachlosenlager Heidberg in den Griff zu bekommen", informiert Leiterin Christina Imholte. Daraus erwachsen ist ein Dienstleister, der viele Aufträge vom Jugendamt bekommt, Erziehungsbeistand, ambulante Lernhilfen und zum Beispiel sozialpädagogische Familienhilfe anbietet. Im Moment hat der Verein 60 Mitglieder. "Wir erheben keine Beiträge, wünschen uns aber trotzdem mehr Mitglieder. Es geht um die ideelle Unterstützung und darum, unsere Arbeit auf eine breitere Basis zu stellen", sagt Imholte. Wer sich über die vielfältigen Hilfen des Vereins für Kinder, Jugendliche und Familien informieren will, kommt am Montag, 12. November um 17.30 Uhr zu einem Info-Abend an die Rudolf-Messerschmidtstraße 8.