Hospiz

Sich mit dem Tod offen auseinandersetzen

Geesthacht (gb). Im Juni feierte der Freundeskreis Hospiz sein 15-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt stand damals das Referat von Hartmut Kühl "Sterben denken um des Lebens willen oder: Der Tod ist ein großer Offenbarer".

Ein Vortrag, der in Geesthacht für eine lange Nachwirkung gesorgt hat: "Nach der Feier gab es viele Nachfragen, ob es den Vortrag auch schriftlich gibt. Offenbar wollte mancher Brocken noch mal angeschaut und verdaut werden", sagt Sigrun Spikofsky vom Freundeskreis. Schriftlich gebe es das interessante Referat nicht. "Aber Hartmut Kühl hat uns angeboten, noch einmal zu uns zu kommen und den Vortrag zu halten und über die heiklen Aspekte seiner Ausführung zu reden."

Hartmut Kühl hat sich viele Jahre mit den Fragen der Trauerarbeit beschäftigt - als Jugendarbeiter, als Religionspädagoge an Berufsschulen, als Dozent mit angehenden Diakonen, als Seelsorger und Trauerbegleiter in der Arbeit mit alten Menschen. Hartmut Kühl ist in Neumünster tätig und leitet dort die Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung kooperativer Trauerarbeit "Memoria". Seine Bücher "Belauer Briefe" ("Opa pfeift nicht mehr!", "Wie Männer trauern", "...und immer sehe ich dein Lachen!" oder "Sprich nicht vom Tod, Mutti!") sind eine tiefgründige Lektüre, die sich mit dem Thema Trauerarbeit auseinandersetzt.

Sein Referat hält Hartmut Kühl am morgigen Dienstag in den Räumen des Freundeskreises Hospiz im Pastorat der Christuskirche, Neuer Krug 4. Beginn: 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.