Bunkerruinen

Warnschilder besser als hohe Zäune

Geesthacht (tja). Mehr als 140 Bunkerruinen findet man in den Besenhorster Sandbergen.

Wie berichtet, will die Stadt die Hinterlassenschaften der Düneberger Pulverfabrik jetzt einzeln einzäunen. Heimatforscher Karl Zabel, der selbst in der Fabrik gelernt hat und die Geschichte jahrelang erforscht hat, hält das für Unsinn. "Selbst ein zwei Meter hoher Zaun mit Hinweisschildern über die Unfallgefahr könnte die Neugierigen nicht davon abhalten, diesen zu überwinden", meint Zabel. Dennoch wurden die ersten Ruinen bereits umzäunt. "So ein Zaun ist nur Geldverschwendung. Nicht nur, weil er aufgestellt werden muss, sondern auch, weil er kontrolliert und repariert werden muss", sagt der Düneberg-Experte. Er rät, in dem Waldgebiet mehrere Hinweisschilder aufzustellen. Das, so Zabel, würde man sogar bei militärischen Anlagen wie dem Lager Munster so machen. Die in dem Zusammenhang zur Diskussion stehende Sprengung der Trümmer bezeichnet Zabel als "Ruin der Stadt".