Seniorenbeirat

Aktiv werden und sich einmischen

Geesthacht (ger). Sie mischen sich ein, kritisieren Missstände - und sorgen dafür, dass Geesthacht auch für die Generation 60plus lebenswert bleibt:

Die 17 Mitglieder des Geesthachter Seniorenbeirats sind politische Ideengeber und Organisatoren in einem. Denn ganz nebenbei bieten sie Ausfahrten, Seminare, Wanderungen und sportliche Aktivitäten für die mehr als 8000 Geesthachter über 60 Jahre an. Am 12. Dezember wird nach vier Jahren ein neuer Seniorenbeirat gewählt. Ab sofort können sich Interessierte zur Wahl stellen.

"Der Seniorenbeirat zeigt der Politik immer wieder auf, wo Handlungsbedarf besteht", sagt Helmut Behm aus dem Sozialamt und unterstreicht, wie wichtig das Gremium ist. So haben die Mitglieder in den vergangenen Jahren beispielsweise dafür gesorgt, dass ein Unfallschwerpunkt auf dem Fußweg vor der Post verschwindet oder die Treppen im Sky-Center sicherer werden. Stark macht sich der Seniorenbeirat für mehr betreutes Wohnen in der Stadt - und setzte sich zuletzt auch für den Verbleib des Katzbergheims bei der Stadt ein.

17 Mitglieder sucht die Stadt jetzt für den neuen Seniorenbeirat. "Selbstverständlich können sich die Mitglieder auch völlig neue Tätigkeitsfelder suchen", sagt Christoph Wieck, Leiter des Fachdienstes Soziales. Einzige Vorraussetzung: Alle Bewerber müssen mindestens 60 Jahre alt sein und in Geesthacht wohnen. "Ansonsten ist viel Zeit die wichtigste Vorraussetzung - denn die Mitarbeit im Seniorenbeirat ist natürlich auch mit Aufwand verbunden", sagt Behm. Angst müssen aber auch Neulinge nicht haben: Jedes Mitglied erhält eine eintägige Schulung beim Landesseniorenbeirat.

Wahlvorschläge können bis zum 24. Oktober beim Fachdienst Soziales der Stadtverwaltung eingereicht werden. Formulare gibt es im Rathaus oder im Internet unter www.geesthacht.de . "Wir hoffen, dass sich viele Geesthachter zur Wahl stellen, damit in den kommenden vier Jahren auch genügend Senioren nachrücken können, wenn mal jemand ausfällt."

Abgestimmt wird per Briefwahl. Alle wahlberechtigten Senioren bekommen spätestens ab Ende November einen Stimmzettel und einen Infobrief per Post aus dem Rathaus. Jeder Wahlberechtigte hat bis zu 17 Stimmen. Die Auszählung erfolgt am 13. Dezember.