Zuschüsse der Stadt

Künftig kein Geld mehr für CO2-Reduzierung?

Geesthacht (tja). Die sprichwörtlichen "Peanuts" wollen Geesthachts Politiker einsparen, doch die großen Summen geben sie weiterhin aus.

Deutlich wird dies bei zwei Punkten im Budget für den Fachbereich Umwelt. 6000 Euro, die bisher im Haushalt der Stadt für private Maßnahmen zur Einsparung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) standen, wurden komplett gestrichen. Im Gegenzug hat der Energieausschuss beschlossen, für 50 000 Euro durch externe Ingenieure ein Klimaschutzkonzept erstellen zu lassen.

Während noch unklar ist, welche Vorschläge dieses Klimaschutzkonzept enthalten wird, über deren jeweilige Umsetzung dann erneut - auch vor dem Hintergrund leerer Kassen - beraten werden muss, wurden mit der CO2-Einsparungs-Förderung konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz gestrichen. Hausbesitzer, die die Energiebilanz ihres Hauses durch neue Fenster oder eine gute Dämmung verbessern wollen, müssen diese Maßnahmen nun ohne den Zuschuss der Stadt bewerkstelligen.

Noch im Jahr 2009 hatte die Stadt 110 Anträge im Rahmen des Förderprogramms genehmigt und mit 150 000 Euro unterstützt. Daraus resultierten Investitionen von insgesamt 700 000 Euro. Die umgesetzten Maßnahmen an den Gebäuden sparten damals immerhin 48 000 Kilo Kohlendioxid ein. Doch seitdem wurde dieser Etat im Haushalt immer weiter gekürzt - zuletzt auf 6000 Euro.

Über das Budget für den Bereich Umwelt und Stadtplanung berät am Mittwoch (Beginn: 18 Uhr, Rathaus) der Ausschuss für Planung und Umwelt. Auf der Tagesordnung steht auch die Vorstellung des Verkehrsentwicklungsplans (wir berichteten).