Betreuung

Geesthacht muss noch mehr Krippenplätze schaffen

Geesthacht (kl). Die Stadt hat schon viel Geld in die Schaffung von Krippenplätzen investiert.

Am Spakenberg entstehen zwei neue Gruppen - 220 Plätze für Kinder unter drei Jahren werden Ende des Jahres in Geesthacht zur Verfügung stehen. Und im Erweiterungsbau am Neuen Krug gibt es ab dem kommenden Jahr noch einmal 20 neue Krippenplätze.

"Für diese Maßnahme bekommen wir einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 180 000 Euro vom Land", konnte Christoph Wieck, Leiter des Fachdienstes Soziales, in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses vermelden. Das Betreuungsangebot bei den Tagesmüttern mit eingerechnet, habe Geesthacht damit seine gesetzliche Pflicht erfüllt, für 35 Prozent der unter Dreijährigen einen Krippenplatz vorzuhalten.

Doch reicht das tatsächlich? Wohl kam, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Denn es ist wahrscheinlich, dass mehr als 35 Prozent der Eltern von kleinen Kindern ihren Rechtsanspruch nutzen werden. Was tun, wenn Eltern klagen? "Wir müssen uns Gedanken machen, wo weitere Krippenplätze geschaffen werden können", sagte Wieck. Bürgermeister Volker Manow gab ihm recht: "In der Städtekonferenz geht man für das Hamburger Umland von einer nötigen Quote von 50 Prozent für die Versorgung mit Krippenplätzen aus."

Allerdings kommt Geesthacht langsam an seine Grenzen: Die einzige Kindertagesstätte, die noch erweitert werden kann, ist der "Schmetterling" am Heuweg. Das müsse bald in Angriff genommen werden, hieß es im Ausschuss. Über einen möglichen Kita-Neubau wurde noch nicht gesprochen, aber auch er könnte in wenigen Jahren notwendig werden - und teuer.