Hauptausschuss

Oberstadttreff kommt erneut auf die Tagesordnung

Geesthacht (kl). Dass der Oberstadttreff erstmals seit sechs Jahren darauf verzichten will, Fördermittel für Projekte zu beantragen, sorgte im Hauptausschuss für einige kritische Nachfragen.

Wie berichtet, will Treffleiter Thomas Vagedes sich künftig stärker der sozialen Arbeit widmen. Die Anträge an die EU für immer neue Projekte hatten viel Zeit in Anspruch genommen. Allerdings gab es auch bis zu 10 000 Euro im Jahr. Wenn die Stadt 10 000 Euro zuschießt, könnten es sogar 30 0000 Euro sein.

"Wie kommt das Haus mit 100 00 oder 30 000 Euro weniger im Jahr aus?" fragte Kathrin Wagner-Bockey (SPD). Antwort von Christoph Wieck, Leiter des Fachdienstes Soziales: "Wir haben viele Anfragen von Bürgern, die im Treff Projekte verwirklichen wollen und denen wir bisher immer wieder absagen mussten." So werde nun aktuell ein neues Projekt mit dem Schwerpunkt Familie und Schule geplant.

Heike Treffan (SPD) wollte wissen, in welchen Gruppen Treffleiter Thomas Vagedes aktiv sei, wenn er weniger Verwaltungsarbeit habe. Er könne in allen Gruppen präsenter sein, habe mehr Zeit für Gespräche mit den Menschen im Oberstadttreff, so Wieck.

Hans-Werner Madaus (SPD) kritisierte: "Die Zeiten, in denen wir auf Geld verzichten können, sind vorbei." Schließlich verlange man auch von anderen Einrichtungen oder Vereinen, dass sie Zuschüsse beantragten. Er sah grundsätzlichen Klärungsbedarf - wie Sven Minge (CDU). Das Thema soll nun erneut im zuständigen Fachausschuss beraten werden.