Unglück

Strom weg, jede Menge Wasser da

Geesthacht. Massive Schäden an der Infrastruktur haben am Wochenende das Leben in Geesthacht beeinträchtigt. Zunächst gab es am Freitagabend einen Stromausfall in weiten Teilen der Oberstadt.

Dann brachen am frühen Sonnabendmorgen gleich zwei Wasserleitungen, mehrere Gebäude in Düneberg waren daraufhin von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Techniker kümmerten sich mit Hochdruck darum, die Schäden zu beheben und die Menschen wieder mit Strom und Wasser zu versorgen.

Heftige Detonationen machten Anwohner am Freitagabend gegen 20.20 Uhr darauf aufmerksam, dass mit der Trafostation auf dem Schulhof der Grund- und Gemeinschaftsschule in der Oberstadt etwas nicht stimmte. Kurz darauf sahen sie Rauch aufsteigen und riefen die Feuerwehr. Schnell waren die Einsatzkräfte vor Ort, doch erst als ein hinzu gerufener Mitarbeiter des Stromversorgers E.on Hanse die Station vom Netz getrennt hatte, konnten sie das Gebäude betreten. In einem der darin untergebrachten Schaltschränke hatte es aufgrund eines Defekts einen Schwelbrand gegeben, der zu dem Stromausfall führte. "Nach gut einer halben Stunde konnten die betroffenen Straßenzüge über andere Leitungen versorgt werden", sagte Markus Prang, der Geschäftsführer der Stadtwerke Geesthacht GmbH. Auch mehrere Verkehrsampeln waren von dem Stromausfall betroffen.

Passanten meldeten dann gegen 4 Uhr eine Springflut im Stadtzentrum. Der Bereich "An der Post", Neuer Krug und Querstraße wurde von der Flutwelle überrollt. Aus dem Boden unter dem Parkplatz vor der Post strömten enorme Mengen Wasser hervor. Eine zehn Zentimeter starke Leitung, durch die mit hohem Druck Wasser rauscht, war gebrochen. Das Wasser spülte Sand hervor, so dass Asphalt, Bordsteine und Erde einbrachen. Eine halbe Stunde später an der Düneberger Straße, Ecke Am Moor: fast dasselbe Bild, wieder ein Rohrbruch. Hier wurde das Rohr bis zum Mittag repariert, weil mehrere Häuser ohne Wasser waren. Vor der Post sollen die Reparaturarbeiten heute beginnen, mit Behinderungen ist auf dem Schulweg zu rechnen. Die Ursache der Rohrbrüche ist unklar.