Freizeitbad

Ärger um Kassenschluss

Geesthacht (knm). Sabine Wincenciusz aus Grünhof findet es herrlich, vormittags eine halbe Stunde im gut gepflegten Geesthachter Freizeitbad ihre Bahnen zu ziehen.

Deshalb hat sie sich eine Familiensaisonkarte besorgt und fährt regelmäßig zum Schwimmen an die Elbuferstraße. So auch gestern Morgen. "Ich hatte gelesen, dass das Schwimmbad am 14. August von 9.30 bis 14.30 Uhr für ein Schwimmfest der Schüler geschlossen ist", sagt sie. Deshalb sei sie extra um 8.40 Uhr beim Schwimmbad gewesen. "Um 9 Uhr sollte Kassenschluss sein." Doch als sie ankam, war das Bad bereits dicht. "Ich stand da mit einer Gruppe von Leuten, ein Ehepaar war extra aus Bergedorf gekommen", erzählt Sabine Wincenciusz verärgert. Als sie versucht hätten, mit der Bademeisterin zu sprechen, sei diese nicht einmal bis zum Ausgang gekommen, um die aufgebrachten Besucher zu besänftigen, sondern auf der einige Meter entfernten Wendeltreppe stehen geblieben. "Der Ton war unmöglich. Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass das Schwimmbad zugunsten der Schüler einen halben Tag zu macht, aber wenn der Kassenschluss um neun sein soll, kann man doch nicht 20 Minuten eher schließen. Schließlich zahlen wir Geld dafür", sagt Sabine Wincenciusz.

Markus Prang, Leiter der Geesthachter Stadtwerke, versteht den Ärger der Besucher. "Es tut mir leid, wenn es zu Missverständnissen gekommen ist", sagt Markus Prang. Die Schulveranstaltungen seien ein- bis zweimal im Jahr und diesmal hätten die Schüler viel Glück mit dem Wetter, was natürlich für andere Badegäste, die das Schwimmbad dann nicht nutzten können, etwas ärgerlich sei. "Aber schon nachmittags hatten wir ja wieder geöffnet."