Sanierung

Nach den Ferien ist am OHG alles fertig

Geesthacht. Im ersten Teil des naturwissenschaftlichen Traktes wird bereits seit einigen Monaten wieder gelernt. Nach den Sommerferien können die Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) nun auch die übrigen Räume beziehen.

Zwei Millionen Euro hat die Stadt in neun Fachklassen, in Sammlungs- und Vorbereitungsräume investiert. Genau ein Jahr dauerte die Maßnahme - etwas länger als geplant. "Wir mussten immer wieder laute Arbeiten mit der Schule abstimmen, um den Betrieb nicht allzu sehr zu stören. Das hat aber im Großen und Ganzen gut geklappt", sagt Jürgen Möller vom Hamburger Architektenbüro Möller Seifert.

Das komplette Dach wurde erneuert, alle Räume auf den drei Etagen sind renoviert. "Teilweise haben wir auch mehrere kleine Räume zusammengelegt, um große moderne Fachräume zu schaffen", sagt Gabriele Maria Plaßmann vom Fachdienst Immobilien. Nicht nur neues Mobiliar - unter anderem leuchtend rote Stühle - gibt es jetzt in diesen Räumen, sondern auch Technik, die auf dem neuesten Stand ist. Über jedem Tisch hängen Anschlüsse für Strom, Gas und fürs Internet, so dass die Schüler Experimente durchführen und einen Laptop anschließen können. "Die Räume sind fast identisch ausgestattet, damit sie flexibiler als bisher genutzt werden können", so Jürgen Möller. Das Treppenhaus hat mit viel weißer Farbe und großen lichtblauen Flächen deutlich gewonnen, einige neue Türblätter aus Holz und die Akustikdecken sorgen für eine freundliche Atmosphäre. In dem Anbau auf einer Grundfläche von fünf mal zehn Metern ist auch ein Aufzug untergebracht. Und die Lehrer, die Biologie, Chemie und Physik unterrichten, können sich über große und gut ausgestattete Vorbereitungs- und Sammlungsräume freuen.

Jetzt werden noch letzte Malerarbeiten erledigt und das Pflaster im Außenbereich wird gelegt - dann können die OHG-Schüler diesen Teil ihres Gebäudes wieder voll in Besitz nehmen. Weitere Maßnahmen wie die Erneuerung von Fenstern und Fassade sind im Investitionsplan für die kommenden Jahre vorgesehen, auch das Hauptgebäude, Sporthalle und Schulhof sollen noch an die Reihe kommen. Wann, ist noch unklar, denn das Geld wird knapper.

Auch in anderen Geesthachter Schulen werden die Sommerferien genutzt, um kleine Reparaturen zu erledigen. Ein größeres Projekt hat in der Waldschule in Grünhof begonnen. Gleich nach dem letzten Schultag rückten die Möbelwagen an, die Schule wurde ausgeräumt. Etwa ein halbes Jahr lang erneuern Handwerker nun Heizkessel, Rohrleitungen und Elektrik. Die 135 Kinder müssen so lange die Buntenkampschule besuchen. Täglich werden nach den Ferien Busse und Taxis zwischen Grünhof und der Innenstadt pendeln.

Aus Kostengründen hatte der Schulausschuss die Unterbringung der Kinder in Containern verworfen - das Provisorium hätte rund 160 000 Euro gekostet. Eine Betreuung ab 7.30 Uhr, an den Haltestellen und im Taxi soll sichergestellt werden. Die Kosten für Umzug und Modernisierung betragen nach bisherigen Schätzungen 975 000 Euro. Gabriele Maria Plaßmann: "Vielleicht schaffen wir es ja bis zu den Weihnachtsferien, fertig zu werden."