Auszeichnung

Dieses Haus ist fit für die Zukunft

Geesthacht (pas). Das Öl wird knapper, der Energiehunger der Welt größer - Lösungen müssen her. Elf Schüler der Alfred Nobel Schule (ANS) haben eine mögliche Antwort auf das Energieproblem gefunden:

Ein energieautonomes Gebäude, das erneuerbare Energiequellen nutzt. Mit dem Modell ihres Hauses haben sie nun sogar den ersten Preis des Wettbewerbs "Zero Emission" gewonnen, den die Schleswig-Holstein Netz AG ausrichtet.

Entwickelt haben die Acht- bis Zwölftklässler ihr Haus in dem Kursus "Die Kunst der Energie", den ANS-Leiter Jan Rüder seit Herbst vergangenen Jahres leitet. "Der Strom wird durch Solar- und Windkraftanlagen am Dach erzeugt", erklärt Malte Grube und zeigt auf die am Modellhaus befestigten Solarpaneele und auf das aus Pingpong-Bällen gebaute Windrad. Dann hebt der 15-Jährige das Dach des Hauses ab. Zum Vorschein kommt eine ausgediente Gummibärchen-Dose, in der die Schüler mehrere halbe Plastikflaschen befestigt haben. "Unser Wasserstofftank", stellt Malte Grube vor und erklärt: "Hier wird die Energie gespeichert, die überschüssig ist und nicht sofort gebraucht wird. Durch verschiedene Prozesse kann der Wasserstoff in Brennstoffzellen zu Strom umgewandelt werden." Fertig ist das energieautarke Haus.

"Die Energiewende kann nur funktionieren, wenn wir eine Energieversorgung hinkriegen, wie ihr sie hier zeigt", lobte Olaf Schulze das Modell der Schüler. Der SPD-Landtagsabgeordnete war zur Präsentation des preisgekrönten Hauses in die ANS gekommen und hatte ein kleines Siegergeschenk im Gepäck. Die elf Schüler werden mit ihm einen Tag lang den Landtag besuchen.

Der Kursus "Die Kunst der Energie" gehört zum sogenannten Enrichment Programm des Landes Schleswig-Holstein, das begabten und interessierten Schülern die Chance gibt, ihren Wissens- und ihren Interessenshorizont zu erweitern.