Zukunft des Seniorenzentrums

"Eine gGmbH tragen wir nicht mit!"

Geesthacht (ger). Das in die Jahre gekommene Seniorenzentrum am Katzberg abreißen und durch einen Neubau ersetzen - so stellt sich die Geesthachter SPD die Zukunft für das städtische Seniorenheim vor.

Ein Grundsatzbeschluss soll im September in der Ratsversammlung erfolgen. Doch vorher müssen die Sozialdemokraten offenbar einiges an Überzeugungsarbeit leisten, um eine Mehrheit zu finden. So kritisieren die Grünen den Vorschlag der SPD als unrealistisch. "Es wird damit kalkuliert, dass die Personalkosten und die Inflation jährlich nur um ein Prozent steigen würden, das ist ahnungsloses Wunschdenken", so Fraktionschef Ali Demirhan. Die Grünen trauen der Verwaltung zudem nicht zu, das Heim professionell zu leiten. Demirhan: "Die Leute, die für den jahrelangen Sanierungsstau verantwortlich sind und durch falsche Konzepte das Haus an die Wand fahren, die werden es auch in Zukunft nicht besser machen." Die Grünen sind dafür, dass die Verwaltung nach interessierten Betreibern sucht, die in der Lage wären, dass Heim mit Bestandsschutz und Sicherung der Arbeitsplätze zu übernehmen.

Die Fraktion die Linke unterstützt zwar einen Neubau. "Aber die Umwandlung in eine gGmbH um Personalkosten zu sparen, tragen wir nicht mit", so Ratsherr Egon Bargisen. Er befürchtet, dass dadurch feste Anstellungen in 400-Euro-Jobs umgewandelt werden. "Eine gGmbH geht damit nur zu Lasten der Mitarbeiter und der Bewohner. Hier hat die Stadt eine Verantwortung zu tragen."