Baustelle

Vollsperrung am Neuen Krug

Geesthacht. Der Abwasserbetrieb der Stadt plant am Neuen Krug eine Großbaustelle: Von kommender Woche an bis in den September hinein wird deshalb der Neue Krug voll gesperrt. Autofahrer müssen über Wald-, Quer- und Mittelstraße ausweichen.

Grund der Bauarbeiten ist der Neubau einer Pumpstation für eine Leitung im Abwassersystem. Kosten: 450 000 Euro.

"Wir haben in dem Bereich ein Pumpwerk, das bereits aus dem Jahre 1953 stammt und an dem dringend Instandsetzungsarbeiten erledigt werden müssten. Allerdings wurde die unter der Erde liegende Pumpstation 1976 bei der Errichtung des Otto-Hahn-Gymnasiums teilweise überbaut, so dass wir heute nur noch durch einen Kriechgang dran kommen können", berichtet Jens-Peter Schulz, Leiter des städtischen Abwasserbetriebs. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, haben die Verantwortlichen sich deshalb für ein komplett neues Pumpwerk entschieden. Auch die Schmutzwasserleitung, die in Richtung Düneberger Straße verläuft, soll in dem Zuge auf einer Länge von rund 250 Metern erneuert werden. Die alte Leitung verläuft ungünstig abseits der Straße.

Das neue Pumpwerk wird in einer Spezialbauweise unterhalb einer Grünfläche vor der Schule eingebaut. "Wir bekommen ein Fertigteil aus Stahlbeton, das dann vor Ort Stück für Stück abgesenkt wird", sagt Schulz. "Es wird eine sehr umfangreiche Maßnahme", sagt er. Das Gros der Bauarbeiten soll noch innerhalb der Sommerferien erledigt werden, um den Schulweg nicht zu stören. Die Ausbauarbeiten werden sich laut Bauzeitenplan dann bis zum 7. September hinziehen. In der vorhandenen Pumpstation gibt es einen Grundwassereinbruch und eine undichte Trennwand zwischen Pumpensumpf und Maschine.

Am Kronsberg (in Krümmel) sowie an der Pastorenkoppel und am Schwarzen Kamp hat der Abwasserbetrieb in diesem Jahr ebenfalls noch Baumaßnahmen geplant. Dort wird im Zuge anderer Bauarbeiten die Kanalisation erneuert, um Synergieeffekte zu nutzen.

Alle Maßnahmen werden von den Gebührenzahlern, die Abwasser einleiten, finanziert. 2011 machte der Abwasserbetrieb erstmals seit langer Zeit kein Minus.