Erdbeeren

Roter Genuss zum Selbstpflücken

Hohenhorn. Sechs Tage länger als im vergangenen Jahr haben die kleinen roten Früchtchen gebraucht, um reif zu werden - dafür sind sie jetzt prall, süß und bereit zur Ernte.

"Die Erdbeeren haben gut angesetzt, wir erwarten eine erfolgreiche Saison", sagt Landwirt Jochen Putfarken, der in Hohenhorn auf 50 Hektar Erdbeeren angebaut hat und seine Felder ab sofort auch für alle privaten Pflücker freigegeben hat. "Die Leute waren total heiß auf die Erdbeeren. Wir haben unsere Stammkunden per Telefonkette durchtelefoniert - und sofort war das Feld voll", sagt Mitarbeiterin Gisela Waschkies. "Im Schnitt pflückt jeder Kunde so um die fünf Kilogramm - natürlich ohne die Erdbeeren, die gleich im Mund landen."

Bevölkert wird das Feld von Erdbeerfreunden aus der ganzen Region. "Ich komme seit Jahren her. Das Pflücken ist eine schöne Arbeit, vor allem für Ältere", sagt Klaus Kellinghusen (78) aus Bergedorf und schleppt drei volle Körbe mit roten Früchtchen über das Feld. "Das reicht für 30 Gläser Marmelade. Aber trotzdem hole ich nächste Woche Nachschub, frisch schmecken Erdbeeren einfach am besten." Auch Monika Lutz macht das Pflücken Spaß, sie verließ das Feld gestern mit einem Korb voll Früchten. "Die Ernte macht Spaß, ist billig - und man ist an der frischen Luft. Ich komme jedes Jahr", so die Geesthachterin.

Jochen Putfarcken hofft auf wenig Regen, damit viele Pflücker kommen. "Erdbeeren gibt es genug, meine Felder geben bis zu 1000 Tonnen her", sagt der Landwirt. Und auch die Witterung hat den Erdbeeren bislang nicht geschadet. "Das Frühjahr war gut, nur etwas trocken. Aber das ist nicht so schlimm."

Angebaut hat Landwirt Putfarcken die frühreife Sorte Honey, die sich wegen ihrer leicht säuerlichen Note sehr gut für Marmelade und zum Einfrieren eignet. Entsprechende Rezepte gibt es vor Ort kostenlos zum Mitnehmen. In den kommenden Tagen kann zudem die Sorte Konia geerntet werden, die noch süßer ist.

Das halbe Kilo Erdbeeren kostet für Selbstpflücker einen Euro. Wer sich die Arbeit sparen möchte und eine Schale professionell geernteter Erdbeeren mitnimmt, zahlt das Doppelte. Geöffnet sind die Erdbeerfelder, die direkt am Abzweig nach Kröppelshagen-Fahrendorf zwischen Geesthacht und Hohenhorn zu finden sind, täglich von 7 bis 19 Uhr. "Ich denke, die Saison läuft mindestens bis Mitte Juli", sagt Gisela Waschkies.