Begabt

Tanzen: Vom Hobby zum Beruf?

Geesthacht (is). Zehn Minuten vor Trainingsbeginn: Sophie und ihre Freundinnen sind in ihrem Element. Umziehen, reden, lachen. Das ist typisch vor dem Tanzen - schon seit fast 13 Jahren. Solange tanzt Sophie auf der Heiden in der Tanzbasis.

Mit drei Jahren hat sie im Klitzeklein-Ballett angefangen, tanzt heute Maxi- und Spitzenballett, Jazz, Modern und Hip-Hop. "Tanzen ist für mich der Ausgleich zu Schule und Alltag. Außerdem treffe ich viele meiner Freundinnen", sagt die 15-Jährige.

In sechs größeren Aufführungen hat Sophie schon mitgemacht, erst kleinere und zuletzt sogar Hauptrollen getanzt. Seit 2004 nimmt sie regelmäßig an Tanzwettbewerben teil und hat in den Kategorien Einzel Mini und Gruppe im Großraum Hamburg je zweimal gewonnen. In den internen Wettkämpfen hat sie viermal den ersten Platz gemacht. Außerdem hat sie 2010 mit drei Freundinnen den ersten Platz beim Tanzvideowettbewerb gemacht.

Auch war sie schon für ein Wochenende in Kiel beim "Institut für Gymnastik und Tanz" und hat dort von erfahrenen Tänzern Teile aus Musicals oder aus bekannten Ballettstücken gelernt. Im Januar war sie zum ersten Mal bei den Wintertanztagen, wo sie Teile aus der Tanzshow "Rock the ballet" nachgetanzt hat.

Sophie kann sich vorstellen, ihr Hobby zum Beruf zu machen. "Mir ist schon bewusst wie riskant das ist. Ich habe Bedenken, weil ich nicht weiß, ob ich genug Engagements bekommen werde. Aber die Vorstellung, dass ich einmal auf einer großen Bühne tanzen darf, ist toll." Wenn sie sich für eine Tanzausbildung entscheiden sollte, würde sie gerne an der "Hamburg School of Entertainment" gehen. In drei Jahren werden Nachwuchstalente hier auf eine Karriere als Musiktheaterdarstellerin vorbereitet.