Imkerin

Bald gibt es den ersten Honig

Hamwarde (pas). Noch wenige Wochen, dann kann Ellen Mahn zum ersten Mal in diesem Jahr ernten.

"Ich denke, ich werde im ganzen Jahr wieder so an die 800 Kilo Honig bekommen, wie schon 2011. Damit kann ich zufrieden sein", sagt die Imkerin aus Hamwarde. Nachdem die kalten April-Wochen dafür gesorgt haben, dass ihre etwa 20 Bienenvölker oft lieber im Stock geblieben sind, wo es mit etwa 30 Grad schön kuschelig ist, schwärmen die Tierchen bei dem etwas wärmeren Wetter nun wieder aus.

"Sie fliegen jetzt Raps- und Apfelblüten an", sagt Mahn. Ihre Bienen sind gut über den Winter gekommen. Was der Imkerin allerdings Sorgen macht, ist die Varroamilbe. Sie setzt sich vor allem gerne in die Zellen der Drohnen, vernichtet oder beschädigt diese Larve und vermehrt sich rasend schnell.

Um sich nicht um ihre Honigernte bringen zu lassen, setzt Ellen Mahn zum Beispiel Ameisensäure ein. "Ich habe das ganz gut im Griff und keine Schäden durch die Milbe. Ganz weg bekomme ich sie aber trotzdem nie", sagt Mahn.

Aktuell ist die Imkerin damit beschäftigt, täglich die Waben in den Bienenstöcken zu kontrollieren, zu gucken, ob es ihren Honigsammlern gut geht, ob es Probleme mit der Varrormilbe gibt und ob sich die Königinnen so entwickeln, wie sie es sollen. Nach der ersten Raps- und Apfelblüten-Honigernte Anfang Juni erntet Ellen Mahn Ende Juni ihren Blütenhonig. "Da ist zum Beispiel Himbeere drin", sagt sie. Zur dritten Ernte, Mitte Juli, bekommt die Imkerin dann den Sommerhonig: "Der ist am besten, wenn die Bienen viel auf Linden fliegen."

Ihren Honig, den sie auch an einem Selbstbedienungsstand an der Landstraße 1 in Hamwarde verkauft (vier Kilo pro 500-Gramm-Glas), isst die Imkerin auch gerne selbst. "Ich mag jede Sorte gerne und verspeise so ein Glas pro Woche", sagt sie. Sie schwört auf die Glukose und die Fruktose im Honig: "Das gibt richtig Energie."