Finkenweg-Ost

Umleitung durch die Feldmark?

Geesthacht (tja). Die Anwohner des Neubaugebietes Finkenweg-Ost leiden noch immer unter der Dauerbaustelle zur Fertigstellung des Straßenausbaus.

Nun gibt es eine neue Idee, die die Situation für die Bewohner der etwa 130 neuen Häuser noch einmal verschärfen dürfte. Jürgen Leonhardt (SPD), Anwohner am Zöllnersweg, Ecke Finkenweg, fürchtet die zwei bis drei Wochen im Juni, wenn die Zufahrt zum Neubaugebiet wegen der Straßenarbeiten ganz gesperrt werden muss. Dann sollen Verbindungswege in die alte Siedlung, in der er wohnt, geöffnet werden.

Im Ausschuss für Bau und Verkehr beantragte Leonhardt nun, die Autos aus dem Neubaugebiet stattdessen über Querweg, Börmweg und Sommerpostweg fahren zu lassen - eine sehr viel weitere Strecke. Gerhard Boll (Grüne) pflichtete bei: "Es ist den Bürgern schwer zu erklären, dass andere Wege, die es gibt, nicht genutzt werden." Er halte die Umleitung durch die Feldmark für unproblematisch.

Leonhardt kritisierte außerdem den Ortstermin, den die CDU-Fraktion mit Verwaltungsmitarbeitern, dem Erschließungsunternehmer und Anwohnern anberaumt hatte. Sven Minge (CDU) hatte dazu eingeladen, nachdem ihn Anwohner auf die Probleme mit der 1,3 Kilometer langen Zufahrtstraße von der Mercatorstraße ins Neubaugebiet aufmerksam gemacht hatten. Die Straße war zunächst asphaltiert, wurde aber geschreddert und wird seit Wochen mit Betonsteinen gepflastert.

"Wir werden den Antrag prüfen", sagte Peter Junge, Leiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt. Matthias Sienknecht aus der Tiefbauabteilung der Stadt erklärte, dass die für den Ausweichverkehr vorgesehenen Verbindungswege sogar für die Benutzung durch den städtischen Spülwagen ausgelegt seien. Daher sieht er keine Probleme, wenn dort Autos rollen.