Baustelle

Anwohner am Finkenweg-Ost brauchen weiter viel Geduld

Geesthacht (ger). Besonders morgens und abends wird es eng auf der Zufahrtstraße zum Neubaugebiet Finkenweg-Ost:

Seit vier Wochen verwandeln Bauarbeiter die 1,3 Kilometer lange Baustraße in eine gepflasterte Zufahrt - und das sorgt für Staus, Dreck und immer wieder für Lackschäden durch herumliegende Schotterbrocken (wir berichteten).

Doch die Bewohner von Geesthachts jüngstem Neubaugebiet müssen sich noch etwa acht Wochen lang in Geduld üben, die alternativen Routen zum Finkenweg-Ost bleiben definitiv dicht - allen Protesten zum Trotz. "Wir sind der Meinung, dass die Einschränkungen während der Bauphase hinnehmbar sind", sagte Peter Junge, Leiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt der Stadt, jetzt bei einem Ortstermin mit Verwaltung, Investor Uwe Gerner, Vertretern der CDU-Fraktion und Bürgern. Einzige Alternative zur Sanierung bei laufendem Verkehr sei es, zwei enge Rettungswege zum Zöllnersweg hin zu öffnen. Doch diese sollen aus Rücksicht auf die dortigen Anwohner nur am Ende der Baumaßnahme für etwa zwei Wochen geöffnet werden - wenn keine Umfahrung der Baustelle mehr möglich ist.

Für die Anwohner im Neubaugebiet eine wenig befriedigende Lösung. Immer wieder müssten sie Beschädigungen an den Autos hinnehmen oder könnten nur im Schritttempo die Siedlung erreichen. "Ich verstehe, dass die Situation für die Anwohner nicht einfach ist", sagte Ratsherr Sven Minge (CDU). "Aber wenn wir jetzt die Durchfahrt durch den Zöllnersweg öffnen, hätten wir ein neues Problem. Und immerhin ist ein Ende der Arbeiten absehbar." Minge regte lediglich an, den Fortschritt der Bauarbeiten künftig im Fachausschuss zu überwachen. "Ich gehe jetzt davon aus, dass die Belastung in acht Wochen vorbei ist", so der Ratsherr.

Bis dahin will sich Investor Gerner bemühen, die Belastungen so gering wie möglich zu halten. So wurden bereits neue Umleitungsschilder aufgestellt. "Auch eine Baustelle muss sich einspielen", entschuldigte sich Gerner.