Gedankenspiel

Grüne: "Stadtbahn nach Bergedorf ist realistisch"

Geesthacht (ger). In 15 Minuten von Geesthacht nach Bergedorf. Ohne Stau, ohne Ampeln.

Diese Vision möchte die Bergedorfer CDU durch den Bau einer Stadtbahn auf den Gleisen der heutigen AKN realisieren - und hat einen entsprechenden Prüfauftrag in die Bezirksversammlung eingebracht (wir berichteten). In Geesthacht stoßen die Gedankenspiele in der Nachbarstadt auf breite Zustimmung. Nachdem bereits CDU und Bürgermeister Volker Manow den Bergedorfer Vorstoß begrüßten, kündigte gestern der Energieausschussvorsitzende Gerhard Boll (Grüne) einen entsprechenden Antrag für die Ratsversammlung an. "E-Mobilität auf der Schiene ist die Zukunft. Geesthacht wäre gut beraten, wenn wir diesen Trend unterstützen."

Boll hält eine Stadtbahntrasse für realistisch, die in der Oberstadt beginnt, über Hansastraße, Berliner Straße und ZOB verläuft und dann am Alten Bahnhof an das AKN-Gleis anschließt. Von dort geht es auf den bislang von Dampflok "Karoline" genutzten Gleisen gen Bergedorf. "Die Schienen sind in einem Top-Zustand. Und wenn man in Escheburg und Börnsen Begegnungsstellen baut, muss die Strecke nicht einmal zweigleisig ausgebaut werden", so Boll.

Er könnte sich vorstellen, dass die Strecke mit modernen und leisen Akku-Zügen betrieben wird. Boll: "Wir möchten die Idee der Stadtbahn gern mit einem Prüf-Antrag in der Ratsversammlung unterstützen und hoffen, dass das Projekt vorankommt."