Akku-Fabrik

Was hier geschieht, ist streng geheim

Geesthacht. Die neue Geesthachter Akku-Fabrik an der Mercatorstraße hat den Probebetrieb erfolgreich gestartet. "Wir werden voraussichtlich ab Mitte Mai die Produktion für unsere Kunden aufnehmen", sagt Dr. Detlev Repenning, der die Fabrik gemeinsam mit Ludwig Schletter aufgebaut hat.

Wenn alle Bauabschnitte fertig sind (Investitionssumme: 40 Millionen Euro) werden hier 400 Arbeitsplätze entstehen und Millionen Hightech-Akkus hergestellt werden.

"Unser Geheimnis ist, dass wir die ganze Produktion von der Pike auf in Eigenregie machen", sagt Repenning. "Niemand in Deutschland ist so tief im Thema wie wir." Über Jahre hatte er seine Idee der Hightech-Akkus bewegt. Mit dem Aus für die Atomkraft sah er die Zeit gekommen, sie zu realisieren. "Was wir heute brauchen, ist eine dezentrale Energiegewinnung mit einer dezentralen Speicherung. Dafür benötigen wir leistungsfähige Akkus", sagt Repenning.

20 Jahre Lebensdauer

Die Lebensdauer der Geesthachter Akkus ist um ein Vielfaches höher als die herkömmlicher Akkus. Sie liegt bei etwa 15 bis 20 Jahren. Was genau in den leistungsstarken Akkus steckt, ist allerdings Betriebsgeheimnis. Nur so viel: Viele namhafte Kunden stehen bereits auf der Warteliste, aus Wettbewerbsgründen dürfen sie aber nicht genannt werden. "Vom Pulver über die Zelle bis hin zur kompletten Systemintegration bieten wir alles aus einer Hand an", sagt Repenning. Das Gehäuse der Spezialakkus ist unscheinbar, doch im Inneren ist modernste Technologie verbaut.

Die Fabrik an der Mercatorstraße war noch im Bau, als bereits die erste Produktionsstraße fertiggestellt wurde. 3,5 Millionen Zellen pro Jahr soll sie leisten. Weitere Produktionslinien in der Halle sollen in den kommenden Monaten folgen. "Wir wollten zur Hannover Messe, die gerade läuft, unsere ersten Akkus fertig haben, das haben wir geschafft", ist Repenning zufrieden.

In den nächsten Monaten sollen nun weitere Arbeitskräfte für die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb eingestellt werden. Dazu könnte auf einem Nachbargrundstück noch eine zweite Produktionshalle gebaut werden.