Polizei warnt

Trickdiebe mit vielen Ablenkmanövern

Geesthacht (kl). Das Prinzip ist immer gleich: Einer lenkt die meist älteren Bewohner ab, während der andere Räume und Schränke nach Geld und Wertsachen durchsucht.

Schon wieder haben Trickdiebe versucht, sich in einem Haus in Geesthacht Einlass zu verschaffen.

Am Dienstag gegen 11 Uhr klingelten sie an einem Reihenhaus am Neuen Krug. Sie wolle etwas für die Nachbarin abgeben, sagte die Frau, die vor der Tür stand, der 80 Jahre alten Bewohnerin. Sehr schnell gesellte sich dann eine zweite Frau dazu, die um ein Glas Wasser bat - mittlerweile stand die kleine Gruppe schon im Hausflur.

Die Bewohnerin reagierte richtig: Sie rief ihren Mann (85), der mit der Frau in die Küche ging. Doch weitere Ablenkmanöver folgten: Nach einem Zettel wurde gefragt, eine dritte Person kam an die offene Haustür und die zuerst Erschienene wedelte mit einem Bettlaken - wohl, um die freie Sicht zu verhindern. Schließlich wurde den beiden Senioren der Wirbel zu groß, sie schickten alle vor die Tür. Die erste Frau soll etwa 35 Jahre alt gewesen sein und dunkelblonde Zöpfe haben, die zweite war etwa 45 bis 50 Jahre alt. Gestohlen haben sie in diesem Fall nichts, doch Thomas Specht von der Polizeizentralstation Geesthacht ist sich sicher, dass sie auf Beute aus waren. Sein Rat: Niemanden ins Haus lassen, auch wenn das unhöflich erscheint. "Man kann auch die Tür zumachen und ein Glas Wasser rausbringen", so Specht.

Wer verdächtigen Besuch hatte, sollte sich möglichst sofort bei der Polizei melden (Telefon 0 41 52/8 00 30). Specht: "Dann finden wir die Leute vielleicht noch in der Umgebung."