Grundsicherung

Bei vielen Senioren reicht die Rente nicht

Geesthacht (kl). Die Not ist oft groß - doch die Scham auch: Längst nicht alle Rentner, die Anspruch auf Grundsicherung im Alter haben, stellen einen Antrag.

Bei der Stadt Geesthacht wird die Leistung zurzeit für 159 Haushalte gezahlt - meistens zusätzlich zur geringen Rente. "Und fast immer handelt es sich dabei um Einzelpersonen", sagt Torben Heuer, Sprecher der Verwaltung.

359 Euro beträgt der Regelsatz für einen Alleinstehenden, hinzu kommen die Kosten der Unterkunft mit bis zu 340 Euro kalt plus Heizkosten. Damit lassen sich keine große Sprünge machen. Eine Situation, die so manchem Rentner droht. Nach einer Untersuchung des Pestel-Institus werden im Jahr 2020 rund 1700 Rentner im Kreis Herzogtum Lauenburg auf Grundsicherung angewiesen sein. Manfred Jährling, Versichertenberater der Rentenberatung Bund, erlebt immer wieder erschrockene Reaktionen, wenn die Rentensumme endlich feststeht. Die Sprechstunden, die er und seine Kollegen regelmäßig anbieten, sind voll, denn der Beratungsbedarf ist groß. "Es ändert sich ständig etwas", weiß Manfred Jährling aus fast 30 Jahren Beratungsarbeit. Er hilft beim Ausfüllen der Formulare, beglaubigt Kopien. Sein Rat - neben der privaten Zusatzvorsorge, die er allen ans Herz legt: Rechtzeitig alle Bescheinigungen über gezahlte Beiträge für eine Kontenklärung einholen.

Manfred Jährling bietet regelmäßig Sprechstunden im Geesthachter Rathaus und in der Dassendorfer Amtsverwaltung an. Termine können unter Telefon (0 41 52) 7 83 28 vereinbart werden. Weitere Versichertenberater der Rentenversicherung Bund: Eckhard Krüger, Telefon (0 41 52) 91 78 21, Heinz Hofmann, Telefon (0 41 52) 7 49 14 und Ullrich Steffens, Telefon (0 41 52) 83 57 15.