Ehrung

Walter Heisch ist Börnsens erster Mann - seit 20 Jahren

Geesthacht (knm). Ein Mobiltelefon hat heutzutage eine Haltbarkeit von wenigen Jahren, wenn überhaupt. Dann ist die Technik überholt. Ein hübsches Sommerkleid kann in der nächsten Saison schon wieder out sein.

Und ein Eintrag im Netzwerk Facebook ist schon nach einigen Stunden nicht mehr aktuell. In einer derart schnelllebigen Zeit ist das, was Walter Heisch erreicht hat, erst recht eine Besonderheit. Der SPD-Politiker ist seit 20 Jahren ununterbrochen Bürgermeister in Börnsen. Und das als Zugezogener.

1978 kam Heisch in das Dorf, weil er einen Job bei der GKSS (heute Helmholtz Zentrum) hatte. 1992 löste er seinen Amtsvorgänger Horst Marquardt ab, der aus Altersgründen als Bürgermeister aufhörte. Rückblickend sagt Heisch: "Den zeitlichen Aufwand hätte ich vorher nicht so hoch eingeschätzt." Doch mittlerweile habe sich auch seine Frau daran gewöhnt, dass er die Abende öfter mal auf Sitzungen verbringen muss. Stolz ist Heisch zum Beispiel auf die Gründung des Gas- und Wärmedienstes Börnsen, der sich 2010 von E.on trennte und nun zu 100 Prozent der Gemeinde gehört. "Da kamen auch viele Fernsehteams ins Dorf, um zu gucken, wie wir Kleinen dem Energieriesen E.on die Stirn bieten", sagt Heisch. Auch die ersten Kindergartenplätze im Ort entstanden unter seiner Führung. Das Feuerwehrgerätehaus und die Dalbekschule wurden erweitert. Aus der Dalbekschlucht wurde ein Naturschutzgebiet, das Neubaugebiet "Zur Dalbek" und das Gewerbegebiet "Zwischen den Kreiseln" entstand.

Heisch möchte den Zeitpunkt nicht verpassen, wenn es Zeit ist aufzuhören: "Eine Periode mache ich noch, dann ist Schluss", sagt der 67-Jährige. Gern würde er während seiner Amtszeit noch für eine neue Mehrzweckhalle sorgen. Ob das klappt ist noch offen, denn die Kosten sind enorm.

Auf der SPD-Mitgliederversammlung würdigten Olaf Schulze, Mitglied des Landtags, und Lothar Zwalinna, stellvertretender Bürgermeister, Heischs Engagement. Für die langjährige Mitgliedschaft in der SPD wurden außerdem geehrt: Margret Hagemann, Irene Dahl und Peter Dahl (25 Jahre), Christa Marquardt, Manfred Timm, Klaus Lewandowski (40 Jahre und Paul Lewandowski (65 Jahre).