Sensient Food Colours

Begeistert vom neuen Firmensitz

Geesthacht. Große Fenster, breite Flure, helle Möbel, eine moderne Steuerung für die elektronischen Tore, 1700 Kühlplätze für Paletten, ausreichend Platz für Lastwagen - für die Firma Sensient Food Colors ist der erste Bauabschnitt der neuen Europazentrale an der Mercatorstraße ein Quantensprung. Elf der insgesamt 110 Mitarbeiter haben in dem Neubau nun ihre Arbeit aufgenommen.

In sieben Jahren will das Unternehmen komplett von der Geesthachter Straße in Düneberg in das neue Gewerbegebiet im Norden der Stadt umgezogen sein.

"Man sieht heute schon, welcher Lastwagen morgen kommt", scherzt Angelika Döbbelin. Die Mitarbeiterin des Versands von Sensient gehört zu den Mitarbeitern, die im Gewerbegebiet bereits arbeiten. Noch reicht ihr Blick aus dem Büro im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes weit über die Felder - doch Dr. Friedrich-Karl Marcus, der Geschäftsführer von Sensient in Geesthacht, und die Unternehmenszentrale planen bereits den zweiten Bauabschnitt, der voraussichtlich im Herbst beginnen soll. Dann sollen weitere acht Millionen Euro in Produktions- und Laborräume investiert werden.

Insgesamt will Sensient in den neuen Firmensitz 25 Millionen Euro investieren. Das Unternehmen hat sich dafür ein 45 000 Quadratmeter großes Grundstück an der Mercatorstraße gesichert. Langfristig soll die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt werden. Im ersten Bauabschnitt wurden außer Büro- und Sozialräumen für die ersten elf Mitarbeiter vor allem Lagerplätze für Paletten geschaffen. Insgesamt 3500 Stück können hier nun untergebracht werden. "Die Hälfte davon ist gekühlt, hier herrschen nur fünf Grad", sagt Marcus.

Sensient Food Colors produziert aus natürlichen Zutaten wie Karotten, Spinat, Holunder und Kurkumawurzeln Farbstoffe für Lebensmittel, die sich wachsender Nachfrage erfreuen. Ob für Cola, Bonbons oder Kaviar: 45 zugelassene Farbstoffe darf die Industrie für Lebensmittel verwenden. Die "Sensient Food Colors Germany GmbH" ist Marktführer der Lebensmittelbranche.

Grund genug für das Unternehmen, weiter zu expandieren. "Wenn man sieht, wie hier die Abwicklung der vielen Lastwagen funktioniert, die Ware bringen oder holen, dann fragt man sich, wie das früher auf dem kleinen Hof ging", sagt Marcus. Von kleinen Bechern mit einem Kilo bis zu großen Container mit einer Tonne Inhalt reichen die Verpackungsgrößen. Acht Mitarbeiter kümmern sich um die Logistik im Lager, drei um den Versand. "Ich bin überrascht, es ist echt schön geworden hier", sagt Steven Smeilus. Sein Kollege Jens-Jürgen Hinze-Albers vermisst den unterbrochenen direkten Kontakt zu den Kollegen noch nicht. "Die sind alle neugierig und kommen sowieso hier gucken", sagt er. Vor allem der komplett verglaste Aufenthaltsraum im ersten Stock dürfte für Begeisterung sorgen, ein architektonisches Highlight.

Insgesamt setzt Sensient beim Neubau auf moderne Techniken und hohe Sicherheitsmaßstäbe. So wird die Sonnenenergie genutzt, um Strom zu erzeugen und das Gebäude zu klimatisieren. Ein Edelstahltank auf dem Hof bietet 600 000 Liter Löschwasser für die Sprinkleranlage - weil die Feuerwehr aus den Hydranten nicht ausreichend Wasser beziehen könnte und eine zu lange Anfahrt hat.