Messe

Damit die Energiewende gelingt

Schleswig-Holstein hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt: Bis 2030 soll der Stromverbrauch im Land zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die Stadt Geesthacht will bis dahin sogar nicht nur den gesamten Strom, sondern auch die Wärme aus Wind, Sonne und Biogas gewinnen.

Zeit also für die Energiewende - und ihr wird im August eine große Messe in Geesthacht gewidmet.

"Viele Menschen begrüßen die Energiewende, aber wenn sie selbst betroffen sind, gibt es Konflikte", sagte Kreispräsident Meinhard Füllner bei der Vorstellung des Programms im Rathaus. Ein Beispiel: die Planungen für ein zweites Pumpspeicherbecken in Geesthacht. "Dafür würden etwa 50 Hektar Wald in Anspruch genommen, ein Abwägungsprozess, den wir ins Bewusstsein heben müssen", so Füllner. Geesthacht sei der ideale Standort für die Messe, weil es mit dem abgeschalteten Atomkraftwerk Krümmel und den Potenzialen des Pumpspeicherwerks die Energiewende symbolisiere.

Vom 24. bis 26. August werden sich Firmen auf dem Menzer-Werft-Platz präsentieren, die Solaranlagen, moderne Brennwert-Heizungen und vieles mehr anbieten. Begleitet wird die Messe von einer Konferenz und einem Markt der Möglichkeiten, auf dem sich Vereine und Gruppen kostenlos präsentieren können. "Beim Thema Energiewende sind sich alle einig. Wir wollen den Stoff dazu liefern", sagt Dr. William Boehart vom Forum Kultur & Umwelt, das die Veranstaltung organisiert. Für die professionelle Seite sorgt Projektmanager Tim Adam, der bereits auf der "New Energy" in Husum für die Geesthachter Messe warb - mit großem Zuspruch. "Wir haben schon Interessenten. Aber nun sollen erst einmal lokale Anbieter aus Geesthacht die Gelegenheit bekommen, sich anzumelden", sagt er. Kleines Bonbon: Für Anmeldungen bis zum 11. Mai gibt es einen Rabatt von 15 Prozent auf die Standmiete (Näheres unter www.energiewende-messe.de ).

Die Organisatoren rechnen mit etwa 100 Ausstellern, die sich auf 1500 bis 3000 Quadratmetern präsentieren werden. Die Messe ist von Freitag bis Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt soll für Erwachsene fünf Euro, für Familien sieben Euro kosten. "Und das Rahmenprogramm ist kostenfrei", sagt Dr. Bettina Stiller vom Forum Kultur & Umwelt. Sie und ihre Mitstreiter hoffen auf viele Besucher - und auf einen hochkarätigen Eröffnungsvortrag: Ex-Umweltminister Klaus Töpfer ist angefragt. Gefördert wird die Energiewende-Messe mit 9600 Euro vom Kreis und 5000 Euro von der Stadt Geesthacht.