185 Jahre

Geburtstagsfeier für St.-Nikolai-Kirche

Hohenhorn (gb). "St. Nikolai ist schwer krank", hieß es auf einem Monitor am Kircheneingang.

Schwamm im Turm, verschimmelte und verwitterte Dachbalken im Kirchenschiff, Risse in der Altarraumwand und heruntergefallener Putz an der Nordseite: "Es besteht Handlungsbedarf", betonte der Architekt und Heimatforscher Helmuth Schlingemann. Auf 300 000 Euro werden die Kosten für eine Restaurierung geschätzt.

Gefeiert wurde am Sonntag trotzdem - der 185. Geburtstag der St.-Nikolai-Kirche Hohenhorn. "Und zwar exakt auf den Tag", sagte Pastorin Christel Rüder, "denn unsere Kirche wurde am Sonntag, 1. April 1827, eingeweiht." Mehr als 120 Gäste erlebten in St. Nikolai ein mehrstündiges, kurzweiliges Programm, unter ihnen der Archivar Dr. William Boehart, Helmut Knust vom Geesthachter Heimatbund und Geschichtsverein, der SPD-Landtagsabgeordnete Olaf Schulze sowie Vertreter der Nachbargemeinden. Für festliche Stimmung sorgte die Kantorei Hohenhorn unter Leitung von Akemi Tonomura. Ob Chor- oder Orgelmusik - überwiegend ertönten Kompositionen der Romantik, die um das Einweihungsjahr 1827 entstanden sind, darunter Werke von Bortnijanski, Beethoven und Mendelssohn.

Anschließend eröffneten die Organisatoren eine Ausstellung zur Baugeschichte der Kirche und Zeitgeschichte um 1827. Die Stellwände der imposanten Dokumentation wurden auf der gesamten Länge der Kirche aufgebaut. Die Ausstellung ist nun ein halbes Jahr lang in St. Nikolai zu sehen.