Bethesda

Vier Partner helfen jetzt bei Brustkrebs

Geesthacht (kl). Diagnose Brustkrebs - für die betroffenen Frauen ist es ein Schock. Dabei wird alle Kraft für die Genesung gebraucht, jede Unterstützung ist willkommen.

Gut, wenn dann die Angehörigen in der Nähe sind. Die wohnortnahe Versorgung ist den Patientinnen sehr wichtig. Das haben Befragungen des Brustzentrums Herzogtum Lauenburg ergeben. Wohnortnähe und Qualität - das sind die Ziele des Zentrums, zu dem sich 2003 das Johanniter-Krankenhaus Geesthacht, das DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg und das St. Adolf-Stift in Reinbek zusammenschlossen. Jetzt haben sie einen neuen Partner: Rückwirkend zum 1. Januar ist das Bethesda Krankenhaus Bergedorf dem Brustzentrum beigetreten.

"Das ist eine gute Bestätigung unserer Arbeit", sagt Dr. Klaus von Oertzen, Chefarzt der Frauenklinik am Johanniter-Krankenhaus. Das Bethesda-Krankenhaus kooperierte bisher mit dem Universitäts-Krankenhaus Eppendorf. "Aber die Arbeit im Brustzentrum geht über eine Kooperation deutlich hinaus", sagt Dr. André Motamedi, Leitender Arzt der Frauenklinik in Bergedorf.

Auf gemeinsamen Tumorkonferenzen besprechen die Mediziner jeden Fall, arbeiten dabei eng mit den niedergelassenen Ärzten zusammen. Der Vorteil: Bei Wechseln zwischen verschiedenen Fachdisziplinen oder von ambulanter zu stationärer Versorgung geht keine Information verloren, Behandlungsschritte können besser aufeinander abgestimmt werden. Dabei geht es auch um die Gestaltung eines freundlichen Umfeldes bei der Therapie und die Anpassung an die individuellen Bedürfnisse der Erkrankten.

Ein Konzept, das ankommt: Seit 2003 sind mehr als 1700 Patientinnen behandelt worden, bis zu 250 im Jahr. 99 Prozent von ihnen würden sich wieder für das Brustzentrum entscheiden und es weiterempfehlen.