Denkmalpflege

St.-Salvatoris-Kirche rückt wieder ins Blickfeld

Geesthacht (tja). Ein immer wieder genanntes Ziel des Städtebauprojekts "Geesthacht an die Elbe" und des Sanierungsgebietes "Rund um St. Salvatoris" ist es, die historische St.-Salvatoris-Kirche an der Elbstraße im Stadtbild erlebbarer zu machen.

Eine Kettensäge und zwei Arbeitstage reichten aus, um die auf einem Plateau stehende Fachwerkkirche wieder ins Blickfeld der Menschen zu rücken. Wucherndes Gebüsch wurde gekappt.

Jetzt ist allerdings nicht nur der Blick auf die alte Kirche frei, sondern auch auf die aus Findlingen errichtete Mauer, die oberhalb einer Böschung das Plateau stützt, auf dem die Kirche steht. Im Rahmen der Sanierung der Elbstraße soll die Böschung vor der Mauer bis auf das Straßenniveau abgegraben werden, um zwischen Fahrbahn und Kirchengrundstück Raum für einen Gehweg zu gewinnen. Die Sanierungsgegner fürchten einen Einsturz der historischen Mauer, die durch Baumstümpfe durchbrochen ist. "Es darf hier nicht passieren, dass es nachher heißt, `leider ist alles zusammengefallen und dafür kann keiner was`. Es darf keine vollendeten Tatsachen geben", meint Professor Dittmar Machule, der als Experte die Sanierungsgegner der Initiative Geesthacht 21 betreut.

Werner Büttner, einer der Sprecher der Gruppe, hat bereits die Denkmalpflege eingeschaltet. Doch da schiebt man den Ball der Zuständigkeit einfach von sich. "Eine leichtfertige Verstümmelung der Mauer wird sich keiner wünschen", hat ihm Dr. Dirk Jonkanski vom Landesamt für Denkmalpflege geantwortet - und die Mail mit dem Hinweis auf einen möglichen Einsturz an andere Abteilungen weitergeleitet. "Wir haben die Befürchtung, als ob man erst mal anfangen und abwarten will, was passiert. Aber gut gehen kann das unserer Einschätzung nach nicht", so Büttner.