Ausstellung

Bilder, die verbinden

Geesthacht. Mit einer beeindruckenden Vernissage und fast 100 Gästen hat die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in ihrer Friedenskirche die hochkarätige Kunstausstellung mit Originallithografien und Radierungen "Exodus" von Marc Chagall eröffnet.

"Die Ausstellung ist sagenhaft schön und passt auch wunderbar in die Passionszeit", schwärmte Sabine Manow. Nicht als Geesthachts "First Lady", vielmehr als Pastorin, war sie von dem Eröffnungsvortrag und den Exponaten - wie alle Besucher - tief beeindruckt. "Wir freuen uns sehr, bereits zum zweiten Mal Werke von Chagall zu zeigen", sagte Gemeindeleiter Michael Blau. "Warum Chagall? Weil er mit seinem gesamten Lebenswerk Brücken zum Christen- und Judentum schlug. Sein Lebensweg hat ihn zum tief gläubigen Menschen gemacht." Seitens der Stadt gratulierte Bürgermeister Dr. Volker Manow: "Dank und höchste Anerkennung dafür, dass Sie diese kostbare Ausstellung nach Geesthacht geholt haben. Kunst verbindet Menschen aller Religionen, stärkt die Erkenntnis, dass es doch der eine Gott ist."

Was Chagall mit dem Detailreichtum seiner Bilder vermittelt, schafft dessen Kenner und Bewunderer James Findeisen-MacKenzie mit der Sprache, Diakon und Musiker Henning Worreschk mit Musik: Ein brillanter Einführungsvortrag und einfühlsame Klaviermusik prägten die Vernissage. "Man kann Chagall immer wieder neu entdecken", sagte Findeisen-MacKenzie und öffnete die Augen der Besucher für die Details der Lithografien. Der Vortrag erhob die Vernissage zu einer exzellenten Stunde der Theologie. Schade, dass keiner der Geesthachter Pastoren dabei war.

Die Ausstellung in der Friedenskirche (Querstraße 4) kann bis zum 1. April besichtigt werden - dienstags bis sonnabends, von 15 bis 19 Uhr. Auch Gruppenführungen sind möglich - dienstags bis freitags, 9 bis 12 Uhr, oder nach Vereinbarung unter Telefon (0 41 52) 42 70 oder (01 60) 2 52 99 37. Das Rahmenprogramm zur Ausstellung: Mittwoch, 21. und 28. März, jeweils 19.30 Uhr meditative Bildbetrachtung mit Jörg Winterhoff und Chor; Sonntag, 25. März, um 11 Uhr Matinee "Mose entdeckt den gnädigen Gott" mit Dr. theol. Winfried Eisenblätter; Sonnabend, 31. März, um 19.30 Uhr ein musikalischer Klezmer-Abend mit Familie Lachmann.