Kriminalität

Bewaffneter Räuber überfällt HEM-Tankstelle

Geesthacht (tja). Wieder ein Raub-Überfall auf die HEM-Tankstelle an der Geesthachter Straße in Düneberg: Am Montagabend kurz vor Geschäftsschluss stürmte ein maskierter Mann in den Tankstellenshop, bedrohte die Kassiererin mit einer Pistole und forderte das Bargeld aus der Kasse.

Mit einer geringen Summe Bargeld flüchtete der Räuber nach Polizeiangaben in unbekannte Richtung. Eine nach dem Notruf des Opfers sofort eingeleitete Fahndung der Polizei mit mehreren Streifenwagen aus Geesthacht und Umgebung blieb erfolglos.

"Die Tankstelle ist bei Räubern immer wieder beliebt", sagte gestern Kripochef Jürgen Alfke. Warum die HEM-Tankstelle immer wieder ausgeraubt wird, ist unklar. Die anderen vier Tankstellen in Geesthacht werden deutlich seltener überfallen. Wie alle anderen Tankstellen in Geesthacht ist auch sie mit einem Videoüberwachungssystem ausgestattet, die Kameras bieten gestochen scharfe Bilder. Allerdings helfen die der Polizei oft nicht weiter, solange die Täter maskiert auftreten. Zudem müssen die Fotos für eine öffentliche Fahndung erst von der Staatsanwaltschaft freigegeben werden.

Am Montagabend gegen 21.55 Uhr war die Angestellte (33) der Tankstelle nach Polizeiangaben gerade im rückwärtigen Lagerraum, als ihr bei der Rückkehr in den Shopbereich der maskierte Räuber entgegenkam. Der Unbekannte bedrohte die Frau mit seiner Pistole und forderte das Geld aus der Kasse. Die geschockte Frau kam der Forderung umgehend nach. Anschließend flüchtete der Räuber. Er soll 20 bis 25 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß und schlank sein. Zur Tatzeit trug der Unbekannte eine schwarze Jacke ohne Kapuze, eine helle weite Hose und eine dunkle Sturmhaube. Der Räuber sprach gebrochen Deutsch.

Zeugen, die den Überfall oder den flüchtigen Täter eventuell am Montagabend beobachtet haben, sollten sich unter der Telefonnummer (0 41 52) 8 00 30 bei der Kriminalpolizei in Geesthacht melden.

Die HEM-Tankstelle wurde in den vergangenen Jahren immer wieder ausgeraubt. Unter anderem am 26. September 2007, am 17. Mai 2009 sowie am 3. und 10. Dezember 2009. Die Polizei konnte im Rahmen umfangreicher Ermittlungen alle Tatverdächtigen schnappen. Meistens waren sie zu ganzen Serien losgezogen und hatten jeweils mehrere Raubüberfälle begangen.