EU-Beihilfe

Absprache stoppt Knick-Wildwuchs

Geesthacht (tja). Seit Jahren kümmern sich Mitarbeiter der städtischen Betriebe auch um die Knickpflege in Geesthachts Feldmark. So werden Knicks, die an städtische Flächen grenzen, regelmäßig von den Stadtbediensteten zurückgeschnitten.

Doch das sorgt jetzt für Kritik bei den Nachbarn: "Oft werden die Knicks nur an einer Seite beschnitten. Das bereitet uns Probleme, wenn wir die andere Knickseite, die an unsere Felder grenzt, erst zu einem späteren Zeitpunkt schneiden", sagte Landwirt Peter Buhk im Ausschuss für Umwelt und Planung.

Die Knicks sehen dadurch uneinheitlich aus, die Qualität sinkt.

Und das hat Folgen für die Landwirte: Die Beihilfe der Europäischen Union könnte um 10 bis 15 Prozent reduziert werden, weil der Naturschutz unter dem uneinheitlichen Rückschnitt leidet. "Nur gemeinsam können wir viel für die Natur erreichen", richtete Buhk im Ausschuss einen Appell an Politik und Verwaltung, künftig bessere Absprachen im Rahmen der Knickpflege zu treffen

Die Stadt nahm die Kritik zur Kenntnis.

Alle zehn bis 15 Jahre müssen die Knicks radikal mit der Motorkettensäge "auf den Stock gesetzt" werden, um für einen frischen Austrieb der Büsche und Bäume zu sorgen. Insgesamt gibt es 58 Kilometer Knicks, davon 16 Kilometer in städtischem Besitz. Knicks gelten als ökologisch höchst wertvoll. Hainbuche, Hasel, Weißdorn, Schlehe, Esche und Brombeeren bieten gute Rückzugsorte für Tiere und reichlich Nahrung.

Die Zahl der Knick bewohnenden Tierarten Schleswig-Holsteins wird auf 7000 geschätzt.