Sanierung

Waldschule muss umziehen

Geesthacht. Es wird eine logistische Herausforderung: Im Juni ziehen die Bauarbeiter in die Waldschule ein und bringen das historische Gebäude in Grünhof-Tesperhude technisch auf den neusten Stand. Bis Dezember werden Heizkessel, Rohrleitungen und Elektrik erneuert.

Da die Arbeiten für Lärm und viel Dreck sorgen, ist für die Kinder vorübergehend kein Platz in ihrer Schule. Sie sollen ein halbes Jahr lang in die Buntenskampschule umziehen, täglich mit Bussen und Taxis zwischen Grünhof und der Innenstadt pendeln. Darauf einigten sich jetzt die Mitglieder des Schulausschusses - sie stimmten einstimmig dafür, den Schulstandort offiziell während der Bauarbeiten an den Buntenskamp zu verlegen.

"Eine Alternative wäre gewesen, die leer stehende Schule in Gülzow zu mieten. Doch auch hier hätten wir für den Transport sorgen müssen. Das wäre teurer geworden", sagte Kämmerer Peter Wolke. Auch eine Unterbringung in Containern wurde aus Kostengründen verworfen - das Provisorium hätte rund 160 000 Euro gekostet.

Stattdessen sollen die gut 140 Schüler jeden Morgen gemeinsam mit dem Bus zum Buntenskamp fahren. Der Rücktransport für die ersten und zweiten Klassen erfolgt um 12 Uhr, die dritten und vierten Klassen folgen um 13 Uhr. "Die Lehrer übernehmen die Aufsicht in den Bussen und alle Schüler sind vollständig versichert", betonte Wolke. Kinder, die an den festen Grundschulzeiten teilnehmen, werden per Taxi zurück gefahren. Auch wenn der Aufwand hoch erscheint, ist diese Lösung mit 65 000 Euro am günstigsten für die Stadt. "Und das Platz- und Raumangebot ist größer als im Container", betonte Wolke einen weiteren Vorteil. Zudem würde der Unterricht am Buntenskamp nicht durch Baulärm gestört.

"Im Vergleich zu früheren Baumaßnahmen an anderen Schulen liegt hier der Vorteil darin, dass eine komplette Schule an einer anderen Schule untergebracht werden kann und kein Pendelverkehr zwischen zwei Schulen erforderlich ist", heißt es in der Vorlage weiter. Dem Ausschuss genügte diese Auskunft der Verwaltung offenbar - ohne weitere Fragen und jegliche Diskussion stimmten die Politiker für die Verlegung des Schulstandortes an den Buntenskamp während der Bauphase.