Diskussionskreis

Als in Geesthacht noch die Bahn hielt

Geesthacht (knm). Im Jahr 1907 nahm die Bahnlinie zwischen Geesthacht und Bergedorf ihren Betrieb auf.

Jetzt konnte man aus Geesthacht ins Theater nach Hamburg fahren - zu der Zeit ein richtiges Abenteuer. Endlich war die Reeperbahn nicht mehr weit. Die Bergedorf Geesthachter Eisenbahn (BGE) schaffte eine Verbindung zur Metropole, verkürzte die Fahrtzeit um ein Vielfaches. Mit dem Pferde-Omnibus oder dem Schiff dauerte die "Reise" bis dahin einen halben Tag, manchmal sogar einen ganzen. Mit der BGE waren die Geesthachter nun plötzlich in zehn Minuten in Bergedorf, wo es Anschluss an die Bahnlinie Hamburg-Berlin gab.

Doch der Bahnanschluss ist längst Geschichte. Bereits in den 20er-Jahren bekam die BGE durch Autos und Busse massive Konkurrenz. 1953 musste die Bahnlinie schließen. Im VHS-Diskussionskreis wollen Teilnehmer über die bewegte Zeit sprechen, als Geesthacht noch eine Bahnanbindung hatte. Referent ist Helmut Knust vom Heimatbund und Geschichtsverein. Beginn ist am Mittwoch, 29. Februar, um 15.15 Uhr im Studio des Kleinen Theater Schillerstraße. Nichtmitglieder zahlen vier Euro.