Elbe-Residenz

Heimaufsicht schaltet sich ein

Geesthacht (ger). Zu wenig Pflegepersonal, unbezahlte Rechnungen und eine Serie von Diebstählen: In der Fontiva Elbe-Residenz an der Trift geht es offenbar drunter und drüber.

Das Thema sorgte nach einem Bericht in der gestrigen Ausgabe unserer Zeitung für viel Diskussionsstoff, so erreichten die Redaktion zahlreiche weitere Zuschriften und Anrufe. Beispielsweise lobte die Geesthachterin Elke Heyden-Dahlhaus den Mut der Mitarbeiter, trotz drohender arbeitsrechtlicher Konsequenzen mit den Missständen an die Öffentlichkeit zu gehen. "Wie schlimm muss die Situation wirklich sein, dass Mitarbeiter sich an die Presse wenden? Und gleichzeitig die absolute Traumnote des MDK von 1,0. Das bestätigt doch wieder, dass diese Noten absolut nicht ausschlaggebend sind", so Heyden-Dahlhaus. Unter www.bergedorfer-zeitung.de schreibt Leserin Silke Z.: "Jetzt ist nur zu hoffen, dass die verantwortlichen Institutionen reagieren und die erforderlichen Maßnahmen einleiten, damit diese Missstände sofort aufgeklärt und beseitigt werden."

Als erste Institution hat sich bereits die Heimaufsicht des Kreises eingeschaltet. "Die Personalsituation in der Elbe-Residenz ist auch aus Sicht der Heimaufsicht problematisch", bestätigte gestern Kreissprecher Karsten Steffen, dass sich die Behörde mit der Geesthachter Einrichtung beschäftigt. "Allerdings hat die Heimleitung selbst die Heimaufsicht über die Personalsituation informiert." Obwohl sich in den vergangenen Wochen mehrere Angehörige und Mitarbeiter gegenüber unserer Zeitung ausführlich über die Missstände in der Elbe-Residenz geäußert hatten, liege bei der Heimaufsicht bislang keine offizielle Beschwerde vor, betonte Steffen. Für morgen sei ein Gespräch zwischen der Leitung des Seniorenheims und der Heimaufsicht geplant, um die Situation in der Einrichtung an der Trift zu erörtern.