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Glücklich im "Männerberuf"

Hosen in Damengrößen - das war nicht vorgesehen. Zumindest tragen Landschaftsgärtnermeisterin Jana Küster (30) und ihre Azubine Nadine Witt (22) Spezial-Anfertigungen. "Die Standartarbeitskleidung auch Handschuhe und Schuhe sind meistens zu groß", weiß Jana Küster, die seit 2006 Vorarbeiterin bei den Städtischen Betrieben ist. Sie ist für vier Frauen und drei Männer zuständig. "Alle haben mich gleich akzeptiert. Es gab allenfalls Getuschel, ob ich als Vorarbeiterin nicht zu jung bin", erinnert sich die Geesthachterin. Die Frage nach Kindern stellt sich für die junge Frau nicht. "Aber ich weiß von einer Kollegin, dass es in unserem Job körperlich nicht geht, bis kurz vor der Entbindung zu arbeiten. Sie hat eher aufgehört."

Auch für die Auszubildende Nadine Witt sind einige Aufgaben, wie Wege zu pflastern, beschwerlich. "Da erntet man als Frau schon mal einen Spruch", weiß sie. Doch als einziges Mädchen in ihrer Berufsschulklasse, ist sie es gewohnt, sich unter Männern durchzusetzen. "Die gehen aber alle ordentlich mit mir um."