Kay Harders

Uhrmacher zieht's in die Ferne

Geesthacht (knm). Das regelmäßige Tick, Tack, Tick, Tack ist seit zehn Jahren das charakteristische Geräusch an der Bergedorfer Straße 47. Doch zum Ende des Monats wird es verstummen.

Denn Uhrmachermeister Kay Harders schließt sein Geschäft in Geesthacht.

Der 49-Jährige wagt aus persönlichen Gründen einen Neustart. Dafür verschlägt es den gebürtigen Dithmarscher noch ferner der Heimat nach Siegburg in die Nähe von Bonn. Dort eröffnet er wieder eine Werkstatt. "Den Beruf des Uhrmachermeisters würde ich auch im nächsten Leben nicht aufgeben", sagt Harders. "Mir gefällt die Vielfalt der Arbeit und der nette Kundenkontakt."

Auch wenn die Zahl der selbstständigen Uhrmachermeister in Deutschland rückläufig sei, habe Harders in den zehn Jahren drei Lehrlinge ausbilden können. "Darauf bin ich stolz", sagt er. Harders Mitarbeiter gehen in Rente oder sind auf der Suche nach einem neuen Job. Seine Kunden bittet Harders bis zum Monatsende ihre zur Reparatur abgegebenen Schmuckstücke abzuholen. In die frei werdenden Räume wird ein Goldschmied einziehen.