Kommentar

Maßlos enttäuschend

Über fast zehn Jahre und in beinahe 20 Ausschusssitzungen wurde über die Sanierung der Elbstraße diskutiert. Wer meint, nach so langer Zeit müsste doch in allen Details Klarheit herrschen, der dürfte maßlos enttäuscht sein.

Von der Verwaltung, die es nicht geschafft hat, harte Fakten zu liefern. Von der Politik, die das Vorhaben abnickt, ohne alle Fragen geklärt zu haben. Aber auch von den Bürgern, die die Chance vertan haben, gemeinsam aufzubegehren.

Die Initiative Geesthacht 21 hätte eine Plattform für all die Bürger geboten, denen in der Vergangenheit Ähnliches widerfahren ist wie jetzt den Anliegern der Elbstraße. Etwa den Anwohnern am Barmbeker Ring, an den Gerstenblöcken, am Höchelsberg, an der Bergedorfer Straße - die Liste ließe sich fortführen. Überall hat die Stadt gegen den Protest der Anlieger gebaut und saniert. Und dann sind da noch die Sparbemühungen der Politik - aufgezwungen von der Verwaltung, schließlich ist die Stadtkasse leer. Doch die gleiche Verwaltung ist es, die jetzt durch Desinformationen einen Strich durch die Rechnung macht, weil für die Sanierung ein heftiger Nachschlag fällig wird.