AKW Krümmel

Was passiert bei einem Störfall?

Geesthacht/Lauenburg (ger). Das Kernkraftwerk Krümmel steht seit fast fünf Jahren still - und wird nach der Energiewende auch nie wieder ans Netz gehen. Doch noch immer ist der Kern des Reaktors gefüllt mit Brennstäben und auch im Abklingbecken lagern atomare Altlasten.

Auch im abgeschalteten Zustand birgt die Anlage ein Gefahrenpotenzial. Zudem werden die strahlenden Reststoffe noch Jahre am Elbhang verbleiben - denn allein der vollständige Rückbau des Kraftwerks soll 20 Jahre dauern. Was die Behörden bei einem radioaktiven Unfall zum Schutz der Bevölkerung unternehmen, darüber will am Donnerstag, 16. Februar, der Lauenburgische Kreistag informieren. In einer Sondersitzung im Mosaik in Lauenburg (Raiffeisenstraße 1) steht als einziger Tagesordnungspunkt eine Anhörung unter der Überschrift "Katastrophenschutz inklusive Evakuierungsplanung bei einem Störfall im Kernkraftwerk Krümmel" auf der Tagesordnung. Die SPD hatte diese Sitzung nach der Katastrophe von Fukushima gefordert. Dazu werden ab 16.30 Uhr Vertreter des Justiz- und Innenministeriums, vom TÜV sowie von Betreiber Vattenfall Stellung nehmen und über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren.

Die Sitzung ist öffentlich, Zuschauer haben auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen - allerdings unter besonderen Bedingungen. "In der Einwohnerfragestunde sind nur Fragen erlaubt, die in die Zuständigkeiten des Kreistages fallen. Deshalb sind keine Fragen zum Katastrophenschutz bzw. dem Thema der Anhörung zulässig, da dieses Aufgabengebiet nach dem Landeskatastropheschutzgesetz nicht in der Kompetenz des Kreistages ist", so Kreispräsident Meinhard Füllner.