Kita Neuer Krug

Abriss oder doch Sanierung?

Geesthacht. Nach langer Beratung, Kalkulation und Planung scheint jetzt klar: Am Neuen Krug kann nur der Neubau eines Kindergartens die bestehende Raumnot vernünftig beheben.

Über einen entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung sollen die Politiker im Sozialausschuss am 7. Februar (Beginn: 18 Uhr, Ratssaal) abstimmen.

Der Fachdienst Immobilien der Stadt hat eine entsprechende Vorlage für das Gremium erarbeitet. Danach stehen sich vorerst zwei Varianten zur Verbesserung der Raumsituation gegenüber.

Variante 1:

Die Sanierung des ehemaligen Heimes des Deutschen Roten Kreuzes, das schon seit 20 Jahren als Kindergarten genutzt wird, und des ebenso alten Verbindungsgangs, der zum Hauptgebäude des Kindergartens führt, zusätzlich würde es einen Anbau geben. Die Gesamtfläche würde dann 800 Quadratmeter betragen, davon entfielen auf die Sanierung 328 Quadratmeter für 757 500 Euro, auf einen Anbau 473 Quadratmeter für 1,53 Millionen Euro, sodass die Gesamtkosten auf 2,288 Millionen Euro geschätzt werden. Das DRK-Heim wurde statisch und baubiologisch bewertet, demnach wäre eine Sanierung des Heimes und des Verbindungsganges aufwendig, aber möglich, heißt es. Der Ergänzungsbau wäre wegen des engen Baufeldes an der Zufahrtsstraße zu errichten. Besonders negativ: Eine räumlich und funktional optimale Verknüpfung des Erweiterungsbaus mit den Bestandsgebäuden ist nicht möglich, zudem könnte auf die Topografie (das Gelände ist hügelig) und den Baumbestand (hier stehen große alte Kiefern) keine Rücksicht genommen werden. Das DRK-Heim war 1959 als Behelfsunterkunft errichtet und mehrfach umgebaut worden.

Variante 2:

Ein Abriss des alten DRK-Heims und ein kompletter Neubau an derselben Stelle. Für geschätzte 2,225 Millionen Euro ließe sich eine Grundfläche von 668 Quadratmetern realisieren. Durch den Abriss des alten DRK-Heimes wäre eine räumlich und funktionale Verknüpfung aller Gruppen und Bereiche möglich.

Der Erweiterungsbau würde als Winkelbau eine Verbindung zur Mensa herstellen, eine wünschenswerte Zusammenführung der Mensa mit dem neu zu schaffenden Gemeinschaftsbereich wäre möglich. Die Gruppen für die Bereiche Hort, Elementar und Krippe könnten zusammengefasst werden, die alte und neue Krippe (20 Plätze sind geplant) würden einen gemeinsam kontrollierten Freibereich bekommen können.

Nach dieser Gegenüberstellung sprechen sich Bürgermeister Volker Manow und die Planerin der Stadt, Gabriele Maria Plassmann, als Beschlussempfehlung für die Variante 2 aus. In der öffentlichen Ausschusssitzung wird das beauftragte Architekturbüro die Pläne vorstellen.