Ausstellung

SPD stellt sich demonstrativ hinter Energie-Messe

Geesthacht (ger). Mit einem Markt der Möglichkeiten, innovativen Produkten und Expertenrunden soll im Herbst eine Energiemesse in Geesthacht ihre Tore öffnen. Fachwissen zur anstehenden Energiewende wird auf dem Menzer-Werft-Platz gebündelt.

Doch zum Nulltarif ist die Ausstellung nicht zu haben, nach langer Diskussion entschied sich der Fachausschuss vergangene Woche, die Premiere der Messe mit 5000 Euro aus der Stadtkasse zu unterstützen. Ein Ansatz, der angesichts knapper finanzieller Ressourcen bei einigen Parteien für Kritik sorgte. Die SPD stellt sich nun demonstrativ hinter die Messe. "Wenn wir die Energiewende wollen und wenn wir erreichen wollen, dass wir alle sparsam mit Energie umgehen, dann ist diese Messe ein wichtiger und folgerichtiger Schritt. Hier können Unternehmen, vor allem aus dem Lauenburgischen, zeigen, was für innovative Kräfte in ihnen stecken. Wenn das Ganze dann noch mit Fachvorträgen angereichert wird, ist das eine gelungene Kombination", sagt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Kathrin Wagner-Bockey.

Die SPD sieht die Messe als einen wichtigen Baustein für die Energiewende - neben dem neuen Energieausschuss, der am heutigen Dienstag (18 Uhr, Rathaus) erstmals tagt. "Allein mit der Schaffung eines Energieausschusses kommt die Energiewende nicht zustande. Da wir aber nicht wollen, dass es bei einem Lippenbekenntnis bleibt, ist diese Messe genau richtig und Geesthacht kann sich freuen, dass die Veranstalter ihre Messe hier und nicht woanders machen wollen", sagt Fraktionsmitglied Torben Obermeit. "Das ist eine Standortwerbung, die uns gut zu Gesicht steht."

Wie die SPD betont, gehe der Zuschuss auch nicht zulasten anderer Projekte. "Die finanzielle Unterstützung wird nicht aus dem Schuletat sondern aus Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit für Klimaprojekte entnommen. Ein Bereich, der von den Schulen in der Vergangenheit laut Auskunft des Stadtkämmerers Peter Wolke kaum genutzt wurde", so Kathrin Wagner-Bockey. Sinn könnte es aber machen, die Schulen bei der Energiemesse einzubinden und vielleicht auch Fachvorträge für Schüler anzubieten.