Umgehungsstraße

SPD bleibt skeptisch, Grüne für Bahnanbindung

Geesthacht (pas). Kommt sie oder kommt sie nicht - die Umgehungsstraße, die als Verlängerung der Autobahn 25 über den Geesthang bis zur Bundesstraße 5 bei Grünhof führen soll?

Keine schlechten Chancen räumten Bürgermeister Volker Manow, Ratsherr Karsten Steffen (CDU) und Bundestagsabgeordneter Norbert Brackmann (CDU) dem Projekt ein, nachdem sie vergangene Woche bei Verkehrsstaatssekretärin Tamara Zieschang in Kiel vorgesprochen hatten (wir berichteten).

Nicht so positiv bewerten der Landtagsabgeordnete Olaf Schulze (SPD) und Ratsherr Samuel Bauer (SPD) das Treffen im Verkehrsministerium des Landes. "Das Gespräch hat keinerlei Fortschritte gebracht. Wir sind so schlau wie vorher", so Olaf Schulze. So lange der Landesbetrieb Straßenbau in Lübeck die Planungsvorbereitungen nicht mit einer höheren Priorität betreibe, rücke die Realisierung in immer weitere Ferne. Beim Land lägen die Prioritäten jedoch auf der Realisierung der A 20, A 21, A 23/ B 5 und der Hinterlandanbindung der Fehmarnbeltquerung.

Nachdem das Planfeststellungsverfahren erst zur Jahreswende 2012/2013 eingeleitet und Mitte 2017 fertiggestellt werden sollte, rückte das Landesverkehrsministerium kurz darauf wieder von diesem Zeitplan ab. "Ein halbes Jahr später wird nun davon ausgegangen, dass mit der Planfeststellung frühestens in 2014/2015 begonnen wird. Ein Fertigstellungszeitpunkt wird sicherheitshalber erst gar nicht genannt", kritisiert Samuel Bauer.

Die Zweifel daran, ob die Umgehung realisiert wird, motivieren die Geesthachter Grünen, wieder nach einer Bahn-Anbindung Geesthachts zu rufen. "Eine Entlastung des Straßenverkehrs kann unseres Erachtens ohnehin nicht durch eine Ortsumfahrung erwirkt werden", so Petra Bolte von den Grünen. Eine Umgehung würde sogar zusätzlichen Verkehr anziehen, was sicher auch mehr Luftverschmutzung und Lärmbelästigung zur Folge hätte. "Daher gilt es: Straßenverkehr vermeiden statt verlagern. Das kann nur eine Bahn-Anbindung Geesthachts leisten", so Petra Bolte.