Vandalismus

Zerstörungswut vor St. Petri

Geesthacht (pas). "Nicht schon wieder", das war der erste Gedanke, den Ute Haberlandt hatte, als sie am Neujahrstag die eingeschlagene Scheibe des Schaukastens an der St. Petrikirche Am Spakenberg sah. In der Silvesternacht hatten hier Unbekannte gewütet.

Offensichtlich mutwillig haben sie die Glasscheibe an mehreren Stellen mit einem spitzen Gegenstand eingeschlagen. Und das, nachdem der Kirchenvorstand gerade, nach endlosen Debatten, die Anschaffung einer neuen Scheibe durchgewunken hatte. "Vor wenigen Jahren ist das Gleiche nämlich schon mal passiert", erinnert sich Pastorin Antje Laudin. Einen völlig zerstörten Schaukasten, mit eingeschlagener Scheibe und verbrannten Inhalt, fanden die Mitglieder der Kirchengemeinde damals nach der Silvesternacht vor. "Wir haben dann eine neue Scheibe gekauft, die kurz darauf wieder zerstört wurde", erzählt Ute Haberland vom Kirchenvorstand. Und so lebten die Gemeindemitglieder erst einmal ohne Schaukasten. "Bis wir uns im Sommer entschlossen haben, wieder eine neue Scheibe einzusetzen", so Haberlandt, die den Schaukasten mit gestaltet. Nun ist die neue Scheibe wieder kaputt. "Ob der Kirchenvorstand jetzt noch mal 300 bis 400 Euro für eine neue Scheibe durchwinkt, wissen wir nicht", sagt Laudin. Der Pastorin geht es jetzt darum, Hinweise auf die Täter zu bekommen. "Wer etwas gesehen hat, kann es der Polizei melden", so Laudin. Sie kann die Tat nicht nachvollziehen. "Es ist gut, wenn die Leute Spaß haben und feiern. Aber warum man dabei mutwillig Dinge zerstören muss, begreife ich nicht."