Entwurf

Elbstraße soll zur Sackgasse werden

Geesthacht. In mehreren Bereichen sollen die Elbstraße, die Hafenstraße und der Kirchenstieg umgestaltet werden.

Das geht aus der Vorlage für den Ausschuss für Bau und Verkehr am kommenden Montag hervor. Der Entwurf als Beratungsvorlage für das um 18 Uhr öffentlich tagende Gremium sieht folgende Details vor.

Verkehrsführung

Die Elbstraße soll in dem Abschnitt zwischen Hafenstraße und Kirchenstieg zum verkehrsberuhigten Bereich werden. Dafür wird eine Rampe an beiden Enden des platzartigen Bereiches als Besonderheit diese Fläche betonen. Durchgangsverkehr soll es nicht mehr geben, er wird in Richtung Elbe und Bergedorfer Straße über die Hafenstraße geleitet. Für den schmalen Kirchenstieg soll die Einbahnstraßenregelung in Richtung der Elbstraße bestehen bleiben. Die Elbstraße wird vom ehemaligen "Hotel Stadt Hamburg" her zur Sackgasse, erschließt dort aber den Parkbereich. Im verkehrsberuhigten Abschnitt vor der Kirche soll nur noch Anliegerverkehr und Sonderveranstaltungsverkehr stattfinden.

Kirchenvorplatz

Die Fahrbahn der Elbstraße bleibt. Die Breite wird auf 5,50 Meter reduziert, so dass der Gehweg vor der Kirche in einer ausreichenden Breite hergestellt werden kann. Das vorhandene Natursteinpflaster wird komplett aufgenommen und wieder in der gleichen Verbandsart eingebaut. Die seitlichen Geh- und Radwege sollen aus dem Porphyrkleinpflaster hergestellt werden, das wegen der massiven Schäden auf den Straßen am Rathausplatz entfernt und eingelagert wurde. Die Straße und die Nebenflächen sollen nur mit einem niedrigen Tiefbord getrennt werden. Dadurch wirkt die gesamte Fläche vor der Kirche wie ein Platz.

Die nun geplante Treppenanlage an der Kirche ist schmaler und hat nur noch eine Breite von etwa drei Metern. Zudem verlaufen die Stufen jetzt rechtwinklig zu den Treppenwangen und nicht mehr parallel zur Elbstraße. Die Einmündung zur Hafenstraße wird verengt, die so gewonnenen Flächen werden dem südlichen Geh- und Radweg zugeschlagen.

Elbstraße/Parkplatz

Die Elbstraße zwischen dem Kirchenstieg und der Bergedorfer Straße bekommt ebenfalls eine Fahrbahnbreite von 5,50 Metern. So weit möglich soll das vorhandene Natursteinpflaster neu verwendet werden. Die angrenzende Parkplatzfläche besteht momentan noch aus einer Kombination aus Pflaster und Asphalt. Wegen des nötigen Einbaus eines Kanaltrennsystems werden große Teile der Fläche im Zuge der Bauarbeiten aufgerissen. Das Durcheinander der Materialien soll bei der Wiederherstellung vermieden werden, denn es sollen die historischen Natursteine aus dem Bereich "Bergedorfer Straße Süd" an der Elbstraße neu eingebaut werden.

Die Nebenflächen sollen ebenfalls aus Porphyrkleinpflaster hergestellt werden. Wie bisher soll vor dem Parkplatz der Radweg parallel zur Elbstraße geführt werden.

Für den Gehweg um den Parkplatz gibt es zwei Varianten. Erstens die Herstellung komplett in Porphyrkleinpflaster mit Kosten von rund 50 000 Euro. Diese Variante wird von der Verwaltung favorisiert, da der Gehweg dadurch eine gute Qualität erhält und ein einheitliches Bild entsteht. Eine Kombination aus einem Glensander-Belag (wie die Wanderwege im Stadtpark) und in den Auffahrten zu den Grundstücken aus Porphyrkleinpflaster würde etwa 34 500 Euro kosten, aber einen höheren Unterhaltungsaufwand mit sich bringen.

Kirchenstieg

Die Straße mündet wie bisher als Nebenstraße in die Elbstraße ein, der Einmündungsbereich vor dem Kirchentor soll im selben Material wie die Elbstraße gestaltet werden. Vom Kindergarten an der Bergedorfer Straße bis zum Hochzeitstor vor der Kirche ist graues Betonsteinpflaster vorgesehen. Der Gehweg soll auch hier das Porphyrkleinpflaster bekommen.